Charakter Nummer: 2ter
Spitzname: Lin / 'Nora
Alter: 38 Umläufe
Geschlecht: Weiblich
Äußere Erscheinung: Linora war in ihrer Jugend eine sehr hübsches Mädchen, inzwischen hat allerdings das Alter hier und da ein paar feine Linien in ihre gebräunte Haut gemalt und ihre jugendliche Schönheit ist der Reife des Alters gewichen. Sie ist immernoch ausnehmend schön und ist keineswegs eine alte Vettel, doch blicken ihre blauen Augen mit der Erfahrung ettlicher Umläufe in die Welt. An manchen Tagen zeigt sich wie anstrengend ihr Beruf wirklich ist, doch meist eilt sie aufrecht umher, voll unerschöpflicher Energie. Ihre dunkelblonden Haare trägt sie meist hochgesteckt damit sie nicht im Wege sind, doch während ihrer Freizeit kann es auch vorkommen, dass sie die lange Mähne offen trägt.
Persönlichkeit: Linora ist ein kraftpacket, nicht körperlich, wohl aber geistig. Sie wird nicht müde die Köche zu ermahnen und die Dienstmädchen aufzuscheuchen und jenen zuzulächeln die es nötig haben. Sie ist ein echtes Original, ständig unterwegs, ständig dabei drei, vier, fünf Dinge auf einmal zu organisieren. Sie ist die unumstrittene Herrin der Unteren Höhlen, wer Hilfe benötigt darf sich ihrer Hilfe gewiss sein, doch wer trödelt, schlampig arbeitet oder Dinge vergisst, den trifft ihr gerechter Zorn. Viele mögen hinter ihrem Rücken mit vorgehaltener Hand über sie tuscheln und lästern, doch tatsächlich würde in den unteren Höhlen ein wahres Chaos herrschen, wenn sie nicht zur Stelle wäre um alles zusammen zu halten. Sie ist eine wirklich gute Seele auf die immer Verlass ist
Fertigkeiten: Ein wahres Organisationstalent
Biographie: Linora wurde auf der Burg Nerat geboren, als Tochter einer der Mägde. Sie hatte vier Geschwister, von denen allerdings nur noch ein Bruder momentan am Leben ist. Ihre Schwester starb mit etwa 20 Umläufen, als Linora gerade 17 wurde und hinterließ ihr eine kleines, kränkelndes Mädchen von zwei Umläufen namens Esalir. Linora sorgte sich um ihre kleine Nichte, opferte beinahe all ihre Zeit dem wohl des schwächlichen kleinen Geschöpfes und war mehr als froh, dass die Kleine die nächsten sieben Umläufe überlebte, wenngleich sie niemals wirklich kräftiger wurde. Die paar Marken die Linora sich erspahrt hatte, eigentlich für ein Umlaufsend-Festkleid, gab sie schließlich aus um von einem Händler ein kleines Wher-Ei zu erstehen und es ihrer Nichte zu schenken, hoffend, dass dieses hässliche kleine Geschöpf etwas Licht in Esalirs Leben bringen würde. Sie hatte erfolg. Der grüne Wher der aus dem Ei schlüpfte brachte Esalir neue Kraft und Linora etwas Hoffnung. Es ging bergauf mit dem Mädchen, ganz besonders als Esalisk, der grüne Wher, ein Gelege unter dem Bett versteckte und dort vergaß. Die vier Eier brachten ein paar Marken ein, die Linora leider rasch wieder für Heiler ausgeben musste als es Esalir plötzlich wieder schlechter ging. Irgendwann war das nun zehnjährige Mädchen so schwach, dass sie ihr Bett nicht mehr verlassen konnte, außer auf dem Rücken des inzwischen ausgewachsenen Whers. Oft verließen die beiden die Burg gemeinsam um draußen umher zu wandern, ihren gemeinsamen Gedanken nachhängend. Sie ließen stets eine sorgenvoll aus dem Fenster starrende Linora zurück, die beide ermahnte nie zu lang draußen zu bleiben und immer gut auf sich acht zu geben. Es waren Fädenfreie und für Linora trotzdem traurige Zeiten.
Eines wundervollen Frühlingstages waren die beiden wieder gemeinsam aufgebrochen und Linora versuchte sich mit den täglichen Arbeiten abzulenken, als draußen vor dem schweren Burgtor Lärm erscholl. Besorgt, dass ihre Nichte mit dem Wher noch nicht zurück war, eilte Linora dorthin und sah den Wher, der mit vor Zorn rot glühenden Augen einen Menschen zerriss. Esalisk war rasend vor Schmerz und Wut, sie machte keinen Unterschied mehr zwischen Freund und Feind, sie biss und schlug einfach um sich. Sie erkannte auch Linora nicht, als diese sich von hinten näherte und ihr deformiertes Horn ergriff um ihren Kopf herum zu zwingen, weg von den Menschen die Esalisk gerade angreifen wollte. Ihr Kopf schwang herum und statt jener Menschen biss sie nun Linora, grub ihre Zähne tief in ihre Schulter und erstarrte als der Blick ihrer Augen sich traf.
"Wo ist sie, Esalisk, wo ist Esalir? Wo ist mein kleines Mädchen?" hörte Linora sich selbst fragen, eine dumpfe, entfernte Stimme, betäubt von dem Schmerz der ihr Sein beherrschte.
Weg. Lir weg. Lisk allein, jetzt. sprach der Wher und fassungslos erkannte Linora, dass sie unwillentlich dieses Geschöpf an sich gebunden hatte. Langsam verließen sie die Kräfte, doch der Wher fing sie auf, rollte sich um sie zusammen, teilte ihren Schmerz, die Augen grau und glanzlos vor Pein.
Nach diesem Vorfall verlangten die Menschen von Nerat nach dem Blut von Lisk, wollten Rache für die getöteten und verwundeten, doch Linora hielt dagegen, sie kämpfte, stritt und schrie, wollte nicht zulassen, dass ihr nun auch noch das letzte genommen werden sollte, auch wenn es Lisk egal zu sein schien. Linora hatte Erfolg... bis zu einer gewissen Grenze. Lisk wurden die Flügel gestutzt und beide wurden aus der Burg verbannt. Fortan zogen sie allein umher, hungerten und schlugen sich mehr schlecht als recht durch das Leben, bis sie schließlich die Gelegenheit bekamen nach Ista überzusetzen und diese auch ergriffen. Dort wurden sie in dem Weyr freundlich aufgenommen, man half ihnen und empfand großes Mitleid mit ihnen als sie ihre Geschichte hörten. Die Drachenreiter verstanden die rasende Wut des grünen Whers, wohlwissend, dass dieser über den Verlust seines Partners beinahe wahnsinnig geworden wäre. Traurigerweise waren Lisks Flügel nicht mehr zu retten und die kleinen Gleitflüge die sie früher ab und an geschafft hatte waren für immer Vergangenheit.
Im Weyr übernahm Lisk häufig die Nachtwache während Linora in den unteren Höhlen arbeitete. Sie übernahm rasch eine wichtige Rolle und erwies sich als große Hilfe für den Weyr, ein wahres Organisationstalent. Rasch ernannte man sie zur stellvertretenden Gesindemeisterin, eine Rolle die sie viele Umläufe inne hatte. Vor kurzem allerdings durchbrachen Neuigkeiten ihren Alltags-Trott. Ein neuer Weyr! Sie sprach bei den Weyrführern vor und bat darum mit dem nächsten Schiff zusammen mit ihrem Wher auf den Westkontinent übersetzen zu dürfen. Man ließ sie nur ungern ziehen, doch sahen die Weyrführer ein, dass der neue Weyr dringend jemanden brauchen würde, der die unteren Höhlen im Griff hatte und dort die Organisation übernahm. Und so geschah es dann auch, dass Linora Ista den Rücken wandte und sich auf den Weg machte eine neue Heimat aufzubauen, ihre letzte, so hoffte sie.
Unterkunft: Untere Höhlen - Räumlichkeiten im Bau
Status: Gesindemeisterin, Wherführerin
Haustiere: -
Wher: Grüne Lisk
Kampf-Geschwader: Keines, organisiert die Boden-Crews bis sich jemand anders dafür findet
((Phew... endlich fertig. Hat ne halbe Ewigkeit gedauert






