Seite 2 von 9
Verfasst: Sa 01 Apr, 2006 13:12
von Ragnorena
Ragnaroek und Layos plauderten ausgiebig. Der Arrallin kam, trotz seiner Angst vor der Höhe, gerne hierher, um seine Drachenfreundin zu besuchen. Es wurde bereits dunkel. Die Nachtagsschwärmer begannen ihr sanftes lilanes Licht zu verbreiten. Nachttgsschwärmer waren Pflanzen, deren Blüten tagsüber weiss waren und viel Energie sammelten. Mit dieser Energie leuchteten die Blumen bei Nacht, um sich selber mit Licht zu versorgen und auch bei Nacht wachsen zu können. Alle Bewohner auf Dimar verwendeten diese interessanten Pflanzen um bei Nacht besser sehen zu können. Ausserdem hatten die Nachttagsschwärmer auch nützliche heilende Eigenschaften.
Gerade, als Ragnaroek ihrem Freund etwas zu trinken anbieten wollte, erschien mitten im raum ein seltsam, hellblau leuchtender Kreis. In seinem Inneren wirbelten im uhrzeigersinn bläulich-weisse Nebelschwaden umher. Das Ding wurde immer grösser und begann zu leuchten. Erschrocken sprangen Ragnaroek und Layos auf, der Arrallin griff reflexartig nach seinem Bogen, den er stets bei sich trug, legte einen Pfeil auf die Sehne und verharrte angespannt. Die Nebelschwaden in dem seltsamen Ding begannen stärker zu kreisen. Dann plötzlich lösten sie sich auf und ein grosses silbriges etwas fiel aus dem Portal. Sofort erschienen der sich drehende Nebel wieder in dem Kreis.
Ragnaroek stiess einen überraschten Laut aus. Das silberne Ding war ein Drache, und er war ein gutes Stück grösser als sie selbst. Er murrte etwas unverständliches. Dann bemerkte er die Drachin und das hundeähnliche Wesen. Während die Drachin ihn eher erstaunt und neugierig anglotze, starrte ihn der andere eher misstrauisch an, den Bogen nach wie vor auf ihn gerichtet.
"Ähm.....hallo!" sagte Magan, um die peinliche Stille zu durchbrechen.
"wer bist du denn?" fragte Ragnaroek belustigt. "und was fällt dir ein, einfach so in meine Behausung reinzuplatzen?"
"tja, ich weiss auch nicht.... nennt mich Magan. Wer seid ihr und wo bin ich hier?" fragte Magan. Er machte sich grosse Sorgen um Tarar und Luna. Und hoffte, dass ihnen nichts geschehen war.
"Auf Dimar. Ich bin layos und das ist Ragnaroek" antwortete Layos und senkte den Bogen.
"Dimar? Von diesem Ort hab ich noch nie gehört....."
"Verdammt!" dachte Magan verzweifelt. "Nun bin ich irgendwo auf einem wildfremden Planeten, und Tarar und Luna brauchen meine Hilfe..."
"Was ist das für ein Ding?" fragte Layos und deutete auf den blau leuchtenden Kreis.
"das ist ein Portal...durch dieses Portal bin ich von meinem Heimatplaneten hierher gelangt..... ich muss unbedingt zurück! aber ich habe keine Ahnung, wie ich das anstellen soll.... wer weiss, wohin es mich bringt, wenn ich wieder da durch gehe....aber ich muss ja wohl, so gerne ich mit euch noch ein wenig plaudern würde, aber zwei meiner besten Freunde sind in grosser Gefahr und wenn ich mich nicht beeile, ist es vielleicht zu spät für die beiden!" Ohne ein weiteres Wort sprang der silberne Drache in das Portal und war verschwunden. Das Portal selbst jedoch verschwand nicht.
"Also.....was war das denn für einer......" Layos und Ragnaroek blickten einander fragend an. "Hmm, der scheint ja recht in Schwierigkeiten zu stecken.....meinst du, wir sollten ihm hinterher und ihm helfen?"
"Nein, auf keinen Fall, das ist seine Sache, da müssen wir uns nicht einmischen. ausserdem, wer garantiert uns, dass wir, wenn wir durch dieses "Ding" gehen, jemals wieder hierher zurückkommen werden?"
"Ach komm schon layos, du selbst hast gesagt, dass du mal wieder ein bisschen Abenteuer vertragen könntest."
"ja, schon aber...."
"nichts aber, ich werd ihm auf jeden Fall helfen", sagte Ragnaroek bestimmt.
"Du bist so ziemlich der sturste Drache, den ich kenne, weisst du das?" Ragnaroek grinste hämisch und wandte sich dem Portal zu. Vorsichtig streckte sie die linke Klaue in die wirbelnde neblige Masse. Ihre Pranke stiess auf keinerlei Widerstand, es fühlte sich an, als ob sie sie einfach in Wasser tauchen würde, nur, dass es eben nicht nass war......
Sie blickte nochmal zu Layos, der ihr aber nur kurz zunickte.
"also, entweder gehst du jetzt oder......" meinte er blinzelnd.
Ragnaroek blinzelte zurück und trat vollends durch das Portal. Layos folgte ihr nur wenige Augenblicke später......
Verfasst: So 02 Apr, 2006 18:33
von Magan
Magan war ganz schön erstaunt gewesen als er diese andere kleiner Drachin sah doch er hatte keine zeit und musst zurück zu Luna und Tarar. Wie befand er sich im Dazwischen und hoffte das er wieder zurückkommen würde. Er konnte Lunar spüren, diesen Trick hatte sie in beigebracht, und versuchte sich genau auf sie zu zubewegen, doch das Daziwschen folgte ihren eigenen Regeln. Das hatte immer Lunar gesagt. "Man musst sich mit dem Dazwischen einigen sonst würde es einen nie dorthinbringne wohin man wollte", hatte Lunar immer gesagt. Nun würde Magan das zu spüren bekommen.
Er spürte das er Lunar näher kamm doch plötzlich ging es nicht weiter. Mit aller Kraft verscuhte er weiterzukommen, doch es war als ob er gegen eine Wand lief. Er Konzentrierte seine ganze enrgie auf diese unsichtbare wand, doch er kam nicht weiter. Doch dafür gesch was anderes. Magan schaute plötzlich in sein eigenes verschwomenes Ebenbild, es war als ob er sein Spiegelbild in einen See betrachten würde. Dann veränderte sich das Spiegelbild. Seine Farben drehten sich um, so das seine schwarze Musterung nun silbern war und seine silbernen schuppen nun Schwarz. und er wurde von einem Dunkelroten Nebel umgeben. Für magan sah sein verändertes Selbst irgendwie böse aus, dann bewegte sich das spielbild auf Magan zu und veschmolz mit ihm. was war das, fragte sich Magan, irgendwie fühlte er sich unwohl. Doch er hatte nicht lange zeit zum überlegen denn er Bemerkte zwei Gestalten die sich auf ihn zubewegten.
Magan erkannte sie gleich wieder. Es tut mir leid wenn ich dich gestört habe, sagte er zu der Drachin, sprechen konnte man im dazwischen nich talso hoffte er das sie die gendankensprachen konnte, doch diese lächelt nur und winkte ab. Ist nicht so schlim, sagte sie lächelnd,wo sind wir hier überhaupt, ist das deine welt, fragte Ragnaroek. Magan musste lächeln, er hatte schon vergessen das auch er die gleichen fragen an Lunar gestellt hatte. So beschloß er Ragnaroek schnell seine Geschichte zu erzählen, diesem Hundeähnlichen wesen traute er nicht ganz den er schaute Magan immer noch zweifelnd an.
Warum seit ihr mir gefolgt, fragte Magan sie. Einfach nur so, ich wollte ein abenteuer erleben, sagte Ragnaroek. Die unterhaltung dauerte noch ne weile, bis es Ragnaroek endlich schafte Magan zu übertzeugen das zu tun was das Dazwischen wollte. Lunar und tarar sind traumdrachen die schafen es schon und ich wär ihnen nur eine last, gestand sich magan endlich ein und lies sich und Ragnaroke den kurs weisen.. Magan erzählte ihr auch von dem komischen vorfall mit seinem spiegelbild, doch sie sagte nur: Wenn was ist, beschütz ich dich schon. Magan schnaubte so ein weibchen hatte es auf Morlen nie gegeben.
Dann erreichten sie wieder ein blaues Protal und verließen endlich die eisige kälte des dazwischens. Der umschung der Temperatur lies Magan schwindlig werden. sie waren in einer wüste rausgekommen. Auch Ragnaroek und Layos betraten die Wüste. "Das ist ein viel zu heißer ort für mich", meinte Layos. "Ach stell dich nicht so an wir alle, selbst mangan, haben ein fell und beschwären uns nicht", sagte Ragnaroek. Als magan sich umsah erkannte er das hinter ihnen sich ein Meterhohes Gebirge auftat die spitzen konnte er nicht sehen da sie in den wolken verschwanden.
"schaut mal da ist ja auch ein silberner drache", sagte Magan und zeigte auf Silverdrak. Er wollte schon losfliegen als Ragnaroek ihn davon abhielt. Etwas weite weg hinter den Silbernen taucht ein weißer DRache auf, dieser schin abstand zu halten damit der silberne ihn nicht bemerkte. "Ich glaub wir sollte aufpassen, wir wissen nich wo wir hier sind", meinte Layos. Nach kurzem überlegen beschloßen sie auch den beiden Drachen zu folgen. Langsam näherten sie sich den weißen drachen. "Was machst du da", frage Ragnaroek frei herraus. Der weiße erschrack und drehte sich nach Ragnaroek um. "Sie hat dich was gefragt, warum verfolgst du den silbernen?", fragte Magan nochmal...
Verfasst: So 02 Apr, 2006 21:46
von Leundra
Deprimiert segelte Leundra in der Luft herum und versuchte durch den kalten feuchten Nebel zu navigieren. Mittlerweile war eine dichte graue Suppe aufgezogen die niemand gewagt hätte zu durchfliegen, wenn er nicht die ausgezeichneten Sinne Leundras gehabt hätte.
Nachdem sie sicher war das sie ihre Mahlzeit vollständig verdaut war, stieg sie über den Nebel und schüttelte die Tropfen von ihren Schuppen. Danach stieg sie weiter auf und baute mit ihrer gespeicherten Magie ein Kraftfeld um ihren Körper. Dazu senkte sie ihre Körperaktivitäten auf ein Minimum herab und durchbrach das Magnetfeld des Planeten.
Sie fuhr auch die Gehirnaktivität runter und verfiel in eine Art Koma indem sie das was um sie geschah wie in einem Traum beobachten konnte. So segelte sie von einem Massepunkt zum nächsten.
Zwei Jahre später spürte sie wie ihr Vorrat langsam aufgebraucht war. Sie musste unbedingt bald einen belebten Planeten finden und wieder jagen gehen.
Nach einigen Tag befand sie sich in der Nähe eines Planeten, der ihr unbekannt war aber der belebt schien und sie lenkte ihre Richtung direkt auf ihn. Ihr Blut fing wieder an zu fließen und Körper regte sich, sie wachte auf und öffnete die Augen.
Mit einer riesigen Geschwindigkeit tauchte sie in die Atmosphäre des Planeten ein, wodurch ihr Kraftfeld sehr angestrengt wurde. Sie spürte die Hitze um sich und hoffte, dass sich unter den dichten Wolken ein Meer befindet. Da ihre Geschwindigkeit immer noch zu groß war konnte sie ihre Flügel nicht ausklappen, dieser Teil der Landung missfiel ihr immer am meisten, da sie absolut hilflos gewesen wäre falls etwas schief ging.
Nun tauchte sie in die Wolkendecke ein und nachdem sich die Wolken wieder lichteten…
musste sie entsetz feststellen das unter ihr eine Gruppe Drachen flogen. Da sie zu schnell war konnte sie nicht ausweichen und streifte einen silbernen Drachen. Durch den Schock merkte sie erst zu spät, das sie dem Planeten schon zu nahe gekommen war. Sie versuchte mit gespreitsten Flügeln das schlimmste noch abzufangen. Aber es war zu spät sie schlug mit voller Wucht auf und schlitterte noch einige Meter über den harten Steinboden. Sie spürte wie ihr Panzer aufriss und das Blut herausquoll. Dann wurde es schlagartig dunkel um sie.
Verfasst: Mo 10 Apr, 2006 23:26
von Seriva Senkalora
[ooc: sry]
Seriva starrte auf die am Horizont wachsende Gebirgskette.
Swen war vor kurzer Zeit dorthingegangen um sich anzuschauen was für Wesen dort angekommen waren. Mittendrin in der Flut neuer Energiefelder erkannte Seriva eine ihr wohlbekannte Aura.
"Silvi ist hier!", rief sie erfreut aus und beschleunigte den Schlag ihrer rotschimmernden Flügel.
Der Kupferdrache entdeckte zuerst eine Gruppe von kleineren Drachen. Er hatte Silvi sehr wohl gespürt, doch richtete sich sein Augenmerk vorerst auf die Fremden.
Sicher im Schutz eines Wolkenfeldes verborgen schlängelte der kupferne Ostdrache sich durch den Himmel. Plötzlich kam von oben etwas herabgestürzt, verfehlte Swen knapp und streifte bei dem raschen Sturz einen silbernen Drachen.
Swen tauchte aus der Wolkendecke herab und folgte dem Etwas, dass sich bei seinem unsanften Aufprall auf die steinigen Ausläufer des Gurtgebirges als Drache entpuppte.
Seriva nutzte einen warmen Wind um sich durch das Gebirge tragen zu lassen. Dabei bemerkte sie einen Bergdrachen, der jedoch eifrig suchend jede noch so kleine Höhle untersuchte und Seriva keinerlei Beachtung schenkte.
Darüber erleichtert beeilte Seriva sich mit geschickten Kletteraktionen das Gebirge zu durchqueren. Am anderen Ende hielt sie überrascht inne, als sie die Drachengruppe sah und gleichzeitig den fremden weißen, der um Silvi herumschlich.
"Hinter Dir!", rief sie Silverdrak zu, obwohl sie sich sicher war, dass die Silberdrachin den anderen Drachen bereits bemerkt hatte.
Schnell gesellte sie sich zu Swen, der ein paar Meter Luftlinie entfernt nach ihr rief.
Zephir entdeckte den großen Kupferdrachen erneut und daraufhin auch eine rote Drachin. Staunend klackte sie mit dem Schnabel, als sie auch die anderen Drachen erblickte.
"So viele fremde Drachenarten!", stieß sie hervor. Dann vernahm sie ein drohendes Knurren hinter sich und flüchtete in den Schutz der tiefen Täler - dicht gefolt von einem wütenden Bergdrachen.
Verfasst: So 07 Mai, 2006 17:40
von Cyber Zipclaw
*Okay...* murmelte Vortex. *Viel scheint sich ja nicht verändert zu haben hier.* stellte er fest. Er war mittlerweile in den kleinen Ort geschlichen und beobachtete alles aus guten Verstecken, die er schon damals gut kannte. Auf dem Dach des kleinen Lebensmittelmarktes, versteckt hinter einer Leuchtreklame, hatte er einen guten Überblick über dieses verschlafene Nest von kleinen Händlern und Bauern und einfachen Leuten. *Ein Ort voller Spießer und Hinterwäldler,* wie Vortex diesen Ort schimpfte. Aber ein gutes hatte dieser Ort: Von seinen Untaten in Arcadia hatten die allenfalls mal am Rande etwas gehört. So konnte er vor neun Jahren unbehelligt durch die Straßen wandern ohne allzu ängstliche oder haßerfüllte Blicke zu ernten. Lediglich Neugierde und Faszination erntete er, da man selten so etwas wie ihn zu Gesicht bekam.
Doch trotzdem mußte er aufpassen. Was auch immer seine Ex-Freundin Taurta getan hatte um diese Leute dazuzubringen, sie "Killerraptorin" zu nennen... vielleicht hatte es ja auch mit seiner Anwesenheit und seiner Tat vor neun Jahren zu tun gehabt? Die Probe auf's Exempel wollte er nicht riskieren.
Vortex schaute in die von der Mittagssonne eingehüllten Straßen. Er wußte, irgendwo in diesem Viertel war ein Händler, der ihm einen neuen Akku für seinen Arm besorgen konnte. Wenn der Akku nicht auf dem Weg in den Ort schlapp gemacht hätte, hätte er den im Arm gespeicherten Plan benutzt. Doch nun hing sein kybernetischer Arm leblos von seiner linken Schulter hinab und es war beschwerlich für ihn so zu laufen.
Er brauchte dringend einen neuen Akku. Wenn mit einem funktionsuntüchtigen Arm fühlte er sich wehrlos und schwach und das gefiel ihm ganz und nicht!
Vortex wartete, bis die sich die Straßen etwas geleert hatten, denn die Bewohner dieses Ortes hatten eine seltsame, gar schon spießige Sitte: Um 12.30 Uhr, hieß es, hatte man zu Mittag zu essen und wer dann noch auf den Straßen war, galt als Vandale und wurde fortan gemieden. Der Velociraptor konnte über diese Sitte nur lachen. Einfach lächerlich! Er hörte noch ein paar Stimmen und wie ein paar Türen zugeschlagen wurden. Dann war es totenstille. Nun war seine Stunde gekommen und er machte sich runter vom Dach. Das Lebensmittelgeschäft hatte nun auch geschlossen. Nur noch das eine oder andere Haustier ließ sich noch kurz blicken, aber dann konnte Vortex ungehindert durch die Straßen schlendern. Da die Bewohner selbst ihre Fenster verbarrikadierten, konnte ihm nur recht sein.
Nach ein paar Häuserblocks stand er vor dem Secondhand-Elektronikgeschäft, wo er glaubte, einen neuen Akku zu bekommen. Schnell hechtete er zum Hintereingang und klopfte dort an die Tür. Eine ganze zeitlang tat sich nichts. Aber er konnte einen Stuhl rücken hören und Schritte die sich von innen her näherten. Dann war wieder Stille. Vortex schnaubte gereizt und klopfte noch einmal, aber diesmal energischer an die Tür, als diese urplötzlich aufgerissen wurde und er vor Schreck zurücksprang.
Ein schlanker Mann stand in der Tür, gekleidet wie ein Sargträger und starrte Vortex an. Dieser starrte zurück und kam einen Schritt näher.
"Oh, ist der Zirkus schon in der Stadt?!" spottete der Mann, der älter aussah als er war. "Hanni, eines der Zirkustiere steht vor der Tür." rief er und ging wieder rein. "Ich hab aber nur noch Tiefgekühltes." hörte Vortex eine weibliche Stimme zurückrufen. "Du, ich glaub das Vieh frißt alles."
*Gottverrrdammtes Arrrrschloch!* knurrte Vortex und hechtete in die offene Hintertür. "Ich will kein Essen, ich will Akku kaufen!" brüllte er. Nun konnte er auch die Frau sehen, die Vortex halb erschrocken anstarrte.
Nach einer schier unendlich wirkenden Konversation, in der Vortex versuchte, die beiden Menschen davon zu überzeugen, daß er kein trainiertes Zirkustier war, bekam er endlich einen passenden Akku für seinen Arm.
"Du hast Glück, das war mein letzter. Diese Akkus werden nicht mehr hergestellt, weil sie dazu neigen ihre Spannung plötzlich zu verlieren, dann aber wieder da ist." erklärte der Mann mit Vortex in seinem Laden stehend.
Vortex überlegte kurz. "Gibt es... neueren, passenden Akku?" fragte er.
"J-ja... habe ich aber nicht auf Lager. Müßte ich bestellen, aber das würde eine Woche dauern."
*Eine Woche... Hmbf! So lange kann ich nicht warten!* - "In eine Woche bin ich woanders. Ich nehme den."
Nun endlich hatte er seinen Akku und funktionierte scheinbar reibungslos. Sein Arm hatte wieder volle Energie und wieder voll funktionstüchtig. Vortex hetzte durch die Straßen, um wieder ohne großes Aufsehen diesen Ort zu verlassen. Die Mittagszeit war längst vorbei und auf den Straßen herrschte wieder Leben.
Vortex raste durch eine Seitenstraße, als plötzlich ein Auto auf ihn zu kam. Gerade noch rechtzeitig sprang er auf, hechtete über das Auto hinweg und mitten im Sprung öffnete sich vor ihm eine Art Loch in der Luft. Innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde verschwand er in dem Loch, das sich hinter sofort wieder schloß. Zeit zum reagieren hatte er keine mehr gehabt.
Im nächsten Moment gruben sich seine Krallen in kalten Wüstensand, der sich bis zum Horizont erstreckte. Der Himmel war strahlendblau, aber es war weder eine Wolke noch die Sonne zu sehen. Es schien taghell zu sein und das Licht direkt von oben. Doch da nichts, außer ein blauer Himmel. Vortex stolperte fast bei dem Versuch anzuhalten. Verwirrt sah er sich um. Wie war er in diese Wüste gekommen? Und wo ist diese Wüste?
*Was... wie? Ich... glaub ich werd noch verrückt.* stammelte er. *Wo... zur Hölle, bin ich?!* knurrte er und versuchte einen Bezugspunkt zu finden. Doch es war nichts als gelber Sand, der sich von einem Horizont zum nächsten erstreckte. Keine Dünen, keine Pflanzen, keine Tiere, kein Wind, keine Geräusche. Gar nichts!
*Hat mich das Auto... *schluck* doch erwischt, und das hier... ist...?*
Verfasst: Mi 10 Mai, 2006 16:10
von Silverdrak
Im Flug weiter über dem Gebirge entlang spitzte die Silberdrachin die Ohren und blickte in die Richtung aus der der Ruf gekommen war. Sie erkannte Seriva in etwas Entfernung. Dann blickte sie hinter sich. Sie hatte schon gemerkt das es ihr einige Lebensformen gab. Sie hatte Drachen in den Gebirgen gesehen, aber das sie verfolgt wurde hatte sie nicht ernsthaft wahrgenommen, so Gedanken versunken wie sie vor sich hingeschwebt war.
Überrascht stelle sie fest das noch mehr Drache da waren, die sie kannte.
Dann nahm sie noch eine rasche Luftveränderung wahr doch zum reagieren war es schon zu spät. Etwas ziemlich großes heißes streifte ihren linken Flügel wodurch sie ins Trudeln geriet wodurch sie rapide an Höhe verlor (immer hin ist sie durch das Silber nicht grade die leichteste). Das Gebirge kam immer näher und ihr linker Flügel wollte nicht so richtig effektiv dabei helfen das zu verhindern. Da sie den Absturz nicht verhindern konnte beschloss sie sich auf eine nicht unbedingt angenehme Landung vor zu bereiten. Als die Felswände des Gebirges schließlich nahgenug war versuchte sie sich mit allem was sich irgendwo festkrallen konnte fest zu krallen, dabei bremse ihr Sturz langsam. Unmengen an Staub und losgerissenes Geröll flogen um her. Es dauerte Eine Weile dann kam sie an eine Wand festhekrallt endlich zum stehen. Ihr Herz raste und das knistern von Elektrizität war in ihrer direkten Nähe zu hören. Sie atmete einige Male tief durch und schüttelte den Staub von ihrem Kopf. Dann blickte sie um sich herum und knirschte mit den Zähnen. Das hätte auch schiefgehen können. Nur ein paar Meter neben ihr ragten ein paar spitz wirkende Felsen empor.
Sie blieb noch eine Weile so an der Wand hängen bis sich ihr Blutdruck langsam wieder normalisiert hatte und ein schlimmer schmerz ihren linke Flügelarm entlang wanderte.
Zischend sah sie nach das Quelle der Schmerzen. Ein Teil ihres Flügels glühte noch von der Hitze des Objektes das sie da erwischt hatte.
Eilig kletterte sie zu einem Felsvorsprung in der Nähe dort betrachtete sie ihren Linken Flügel näher und schwang diesen dann vorsichtig auf und ab in dem Versuch ihn zu kühlen. Da sie aber in der Wüste war brachte das nicht wirklich was, daher konzentrierte sie sich auf ein paar ihrer Sammelorgane (die sie die meiste Zeit ihres Lebens eher ignorierte).
Dann holte sie tief Luft und spie ein Gas auf die glühende Stelle ihres Flügels. Es war ein Gas das normalerweise sehr kalt war und auf ihrem Flügel eiszahpfen bilden würde, doch durch die Glühende Stelle schmols das Eis immer gleich wieder. Nach kurzer Zeit war ihr Vorrat von diesem Gas auch schon aufgebraucht( und ihr Maul taubgefrohren). Aber immer hin ließ das glühen des Flügels langsam nach. Nun untersuchte die Silberne fachmännisch erstmal ihre Flügelknochen. Wie sie schon vermutet hatte waren zwei ihrer Flügelfinger gebrochen. Einmal der verkürzte außen und der dann noch daneben. Die Flügelmembran schien bis auf die Verbrennungen heilgeblieben zu sein.
Vor schmerz zischend brachte sie die Gebrochenen Knochen soweit es ging in die richtige Position und stabilisierte dort mir viel Silber und schiente sie etwas mit Seranium. Seranium war ein recht stabiles Metall das auf Sera zu finden ist. Es ist extrem Hitzebeständig so das nur die Seranischen Feuerdrachen in das Lage sind es mit Feuer zu formen. Außerdem leitet es so gut wie keinen Strom, weswegen die Feuerdrachen es gerne als eine Art Rüstung auf oder unter den Schuppen anlagerten, wenn sie sich mit Luftdrachen auseinandersetzten. Auch Erddrachen nutzen das Material. Sie schützend damit ihre inneren Organe, da Seranium stabilier ist als Silber und die Organe bei einer Verschüttung drohen zerquetscht zu werden. Das Wasser und Luftdrachen das Metall nutzten war eher untypisch. Die Wasserdrachen hatten keine Rechte verwendung dafür und für Luftdrachen die mit Elektrizität bewaffnet sind war ein nicht leitendes Metall eher störend. Silvi jedoch hatte sich angewöhnt ihre Brustplatten mit dem Metall etwas (nicht viel) zu verstärken. Daher konnte sie diese Metallteilchen nun umlagern und auch praktisch verwenden.
Vorsichtig bewegte sie den Flügel nun erneut. Trotz der Stabilisierung schmerzte der Flügel wenn Luft unter die Flügelmembran zwischen den gebrochenen Fingern griff. Daher beschloss Silvi diese Stellen des Flügel etwas zu schonen und legte die beiden Flügelfinger eng an den nächsten gesunden Finger an. Dann spreitzte sie die Membran zwischen den verbleibenden Fingern etwas mehr und prüfte ob sie damit wohl auch fliegen konnte. Nach einer Weile kam sie zu dem Schluss das es wohl gehen würde, aber nicht sonderlich gut und die Flughaut so sehr zu spannen war auch nicht sehr angenehm.
Erst jetzt fragte sie sich was sie da eigentlich erwischt hatte und blickte sie suchend um.
Mar'Self betrachtete schnaufend die neuen Einschlagslöcher in seinem Testraum. Es hatte lange Zeit gedauert ehe sich Rensis ohne auszuweichen von ihm hatte treffen lassen. Doch fand der Platindrache das er mit seinen Forschungen gut vorran gekommen war. Sein Testobjekt schlief nun in der Gästehöhle. Der Platindrache machte weiter mit seinen Forschungen. Er brauchte sowas wie schlaf nicht unbedingt und so hatte er mehr zeit um die Testergebnisse auszuwerten. Es schien so als läge das geheimnis der Resistenz des Drachens an seinen Schuppen und ihrer Beschichtung oder Form, da war sich der Planetenwächter noch nicht sicher.
Aber das würde er sicher noch rausbekommen.
Firnor war nicht weit gegangen als er schon ein Problem auf dieser Welt entdeckte. Ein Schauer lief ihm über den Rücken und ließ debei seine Dornen und Stachel wie eine Laola-Welle über den Rücken wandern. Ein paar Engel standen zusammen mit Greifen, Einhörnern und anderen Wesen die Firnor als "Lichtgestalten" klassifiziert auf einer Lichtung und schienen über etwas zu diskutieren. Es gab wohl uneinigkeiten. Firnor beobachtete das eine Weile amüsiert bis er merkte das einer der Engel, wo noch kein sehr alter, denn er war recht klein, die ganze Zeit zu seinem Versteck rüberstarrte. Ein leises Grollen ging durch Firnors Kehle und schwarzer Dampf stieg aus einer Nase auf. Der Finstere Drache blickte sich kurz um, nickte kurz und grinste dann finster. Konzentriert starrte Firnor mit seinen wirren gelbleuchtenden Augen zurück und wisperte dabei seltsame Worte.
Der kleine Engel verzog das Gesicht und schüttelte heftig den Kopf wie als wolle er seine Gedanken weg schütteln und sich mit beiden Händen den Kop hielt. Das ganze ging so weit das er irgendwann laut losschrie: "Nein, das ist nicht war!" Alle anderen Lichtwesen auf der Lichtung starrten den kleinen Engel an. Firnor grimmelte vor sich hin. Dann zeigte der kleine Engel auf sein Versteck. "Oh mein Gott!", sagte einer der Engel, auch die anderen wirkten erschrocken das sie die finstenen Engerienen nicht vorher schon gemerkt hatten. Sie waren so vertieft in den Streit gewesen.
Firnor war nun hin und hergerissen. Doch beschloss er das ihm nun doch für den anfang etwas zuviele Lichtgestalten auf die Schuppen rücken wollten. Daher drehte er sich um nahm anlauf und machte einen Schattensprung, der ihn auf der anderen Seite der Welt wieder auftauchen ließ. Zu seinem Ärgernis stellte er fest das hier noch mehr Lichtwesen waren. Nein, hier war auch kein guter Platz für den Start seiner Universumseroberungspläne. Darum wies er den kleinen Risdämon ihn wieder ins Dazwischen zu bringen.
Dort angekommen stand plötzlich ein ziemlich großer Rissdämon vor ihm.
"OH!?" brummte Firnor und blickte zu dem kleinen Rissdämon der in böse angrinste und sich dafür von Firnor eine einfing. "Ich hab doch gesagt keine Tricks!" Er schnaufte und musterte den großen Dämon eine Weile. Erneut stieg dunkler Dampf aus seinen Nasenlöchern und eine kleine schwarze Flame züngelte aus seinem Maul. "Na schön..." murmelte Firnor und nahm eine Kampfbereite Haltung ein.
Verfasst: Mo 22 Mai, 2006 18:16
von Luarcis
Luarcis flog weiter am Rande des Gebirges entlang, immer die Silberdrachin in der Ferne in den Augen, die anscheinend nach etwas oder jemandem suchte. Die erdrückende Hitze und die Sandböen machten ihm ziemlich zu schaffen und er dachte mehrmals daran, wieder umzukehren, bevor er noch in größere Schwierigkeiten geriet. Aber dann kam es Luarcis wieder in den Sinn, dass es für ihn im Moment doch ohnehin kein Zurück mehr gab und so folgte er der Drachin weiter, auch wenn es schwer war, mit ihr mitzuhalten, da sie wohl um einiges größer als er selbst war. Einmal drehte sie sich suchend um und Luarcis stürzte schnell hinter ein paar aufgeschichtete Steine, aber als er über die Kante lugte, schien sie nichts bemerkt zu haben und so erhob er sich nach einem Moment wieder in die Luft.
Doch plötzlich spürte er in der Nähe eine starke Energieverschiebung, doch als er sich umsah, konnte er durch die flirrende Luft und seine vor Erschöpfung geschwächten Sinne nicht die Ursache dieses Ereignisses erkennen. Er wollte es auch ehrlich gesagt gar nicht herausfinden, deswegen beschleunigte er seinen Flug, in der Hoffnung, dem Verursacher dieses Vorganges gar nicht erst zu begegnen.
Als er aber dann urplötzlich eine Stimme hinter ihm hörte, erschrak Luarcis so sehr, dass er sein Gleichgewicht verlor und mit voller Wucht in eine Düne stürzte, wo er sich prustend und voller Sand wieder mühsam aufrichtete und sich in die Richtung drehte, aus der er den Ruf vernahm. Hinter ihm kamen zwei Drachen auf ihn zu und landeten in seiner Nähe. Das Entsetzen und die Angst waren in Luarcis' Gesicht geschrieben und er sah sich hektisch um, aber es gab keinen Ausweg, er stand direkt vor der zerklüfteten Felswand, um ihn herum nur die endlose Wüste, in der es keinen Zufluchtsort gab. So wandte er sich schließlich wieder den Fremden zu und musterte sie argwöhnisch. Die Drachen waren auch nicht größer als er selbst, was ihn angesichts der riesigen Silberdrachin, die er die ganze Zeit verfolgt hatte, sichtlich erleichterte. Einer der Drachen war auch silbern, aber schon nach kurzem Überlegen kam Luarcis zu dem Schluss, dass er nicht von derselben Art wie die große Drachin sein konnte. In seiner Begleitung war noch eine andere Drachin, die Luarcis wohl mit ihrer unvorhergesehenen Frage so unsanft vom Himmel geholt hatte. Mit ihrem dichten, braunen Fell passte sie überhaupt nicht in das Bild dieser sengend heißen Wüste, sie stammte sicher nicht von diesem Planeten. In den Auren der Gruppe erkannte Luarcis auch noch einen Rest der Energie, die er zuvor gespürt hatte und wohl durch ein Portal verursacht wurde.
Dann fiel sein Blick auf das zweibeinige, hundeähnliche Wesen, das hinter den Drachen hervorkam und ihn ebenfalls mit skeptischer Miene musterte.
Schließlich erinnerte sich Luarcis an die Frage der Felldrachin und schaute in die andere Richtung, wo die große Silberdrachin schon beinahe am Horizont verschwunden war. Seufzend drehte er sich wieder um und richtete sich auf, bevor er zu einer Antwort ansetzte, um seine Angst zu verbergen, aber er wusste, dass ihm das nicht gelang.
"Nun, was ich hier mache, ist wahrlich eine sehr gute Frage. Mein Name ist Luarcis, ich bin mehr oder weniger zufällig auf diesem mir vollkommen fremden Planeten gelandet. Ich kenne mich hier nicht aus und bin daher vorsichtig dieser Drachin gefolgt, sie war das einzige Wesen, das ich hier gesehen habe, bis ihr plötzlich aufgetaucht seid. Seid gewiss, dass meine Absichten in keinster Weise bösartig sind, ich versuche mich einfach nur, hier zurechtzufinden und letztlich den Grund für meine Anwesenheit hier und auch einen Weg in meine Heimat zurückzufinden. Ihr stammt auch nicht von hier, richtig? Was sind denn eure Beweggründe? Ihr seht nicht so aus, als ob ihr euch in dieser Wüste wohlfühlt, was treibt euch hierher? Ich…", plötzlich brach er ab, als er fühlte, wie etwas großes auf sie zu kam.
Luarcis schaute nach oben, ein riesiges Geschoss raste aus einem Wolkenfeld über den Bergen durch den wolkenlosen Himmel über der Wüste über ihnen hinweg und schlug genau an der Stelle ein, an der die Silberdrachin gerade hinter einer Düne verschwunden war. Luarcis dachte erst noch, dass es ein Meteorit sein musste, doch als es über ihnen hinwegraste, nahm er eindeutig eine Lebensaura daran war. Er täuschte sich auch nicht, denn als das Objekt einschlug, spürte er den heftigen Schmerz, den das Wesen und anscheinend auch die silberne Drachin davontrugen und fiel beinahe die Düne herunter, auf der er stand.
Als Luarcis dann noch eine seltsame Präsenz über sich an den wolkenverhangenen Bergen wahrnahm, überschlugen sich die Ereignisse.
Oh Mann, wär ich doch bloß zuhause geblieben!, dachte er sich mit pochendem Herz und verwirrt aufgerissenen Augen und sah dann erst zu den ebenfalls erstaunt das Spektakel verfolgenden Drachen und dann in die Richtung der Stelle, wo das Wesen aufgeschlagen war, während er noch ein paar Schritte zurückweichte, bis er an eine Felswand stieß, wo er letztlich langsam atmend abwartete, was passieren würde.
Verfasst: Sa 27 Mai, 2006 17:00
von Ragnorena
„Wow, was war das denn!?“ rief Ragnaroek, als das grosse Etwas über sie hinweggezischt war und mit der Silbernen kollidiert war.
„keine Ahnung, was das war, aber es war verdammt gross!“ sagte Magan. „Es war etwas lebendiges, der Aura nach zu urteilen wohl ein Drache.“
„Toll, noch mehr Drachen…“ meinte Layos.
„Wir sollten mal nachschauen, was meint ihr?“ fragte Ragnaroek.
„Gute Idee, und riskieren, dass sie uns umbringen. Wer sagt uns, dass diese Drachen uns nichts tun werden?“
„Entweder finden wir das raus indem wir nachschauen oder wir hier bleiben und werden von der Sonne gegrillt, “sagte Magan. Ausser Layos waren alle dafür, dass sie der Sache nachgingen. „ich hab euch ja gewarnt…“ sagte er missmutig und kletterte auf Ragnaroek’s Schultern. Die drei Drachen schraubten sich in die Höhe und flogen zu der Absturzstelle. Sie landeten auf einem Felsvorsprung und schauten hinunter. Unter ihnen schwebte die grosse Silberne. Sie liess es sich nicht anmerken, ob sie die Neuankömmlinge bemerkt hatte. Sie schaute nur geradewegs nach unten. Die drei folgten ihrem Blick. Unten auf dem Boden lag eine blaue Drachin zusammengekauert da. Sie schien bewustlos zu sein. Der eine Flügel stand in einem grotesken Winkel ab. Die Drachin hatte sich bei der recht unsanften Landung die Flanken an den scharfen Felskanten aufgerissen.
„Das sieht böse aus, “ meinte Luarcis.
„Sollten wir nicht runter gehn und helfen?“ fragte Ragnaroek.
Verfasst: Sa 27 Mai, 2006 20:02
von Magan
„Das wer wohl besser“, sagte Magan und ging in den Sinkflug dicht gefolgt von Ragnaroek, der diese Luftakrobatik wohl viel Spaß machte.
Beide Drachen landeten relativ gleich auf den Boden und schauten zu der Riesige blauen Drachin auf. Magan bemerkte nun auch den anderen silbernen Drachen, dieser schien wohl was abgekommen zu haben als die blaue abgestützt war. Er war sich auch nicht sicher ob sie ihn, Ragnaroek und Luarcis überhaupt bemerkt hatte, denn sich hatte wohl selbst genug zu tun
„Sie hat ganz schön viel Blut verloren ob sie wohl noch lebt?“, fragte Magan die anderen.
„Natürlich lebt sie noch! Außerdem hast du mal ihre Größe betrachtet, sie ist riesig es sieht nur für uns so aus als ob sie viel Blut verloren hat“, sagte Ragnaroek. Noch einmal wunderte er sich über diese Drachin, er war immer noch erstaunt, das sie einfach so mitgekommen war außerdem hatte sie vollkommen recht, die Drachin war riesig.
„Und was habt ihr nun vor?“, fragte Layos, der die ganze zeit still dagesessen hatte. Er fand die Idee immer noch nicht sehr toll und fand es nicht gut das Ragnaroek einfach so diesem Magan gefolgt war.
„Von euch kann sie zufällig wohl niemand heilen, oder“, fragte Ragnaroek, doch sie sah an Magans Ausdruck das er es wohl nicht konnte. Magan schüttelte den Kopf, er konnte zwar Magie aber irgendwie hatte sich nie mit Heilmagie beschäftigt. Wenigstens konnte er seine Blutung stoppen indem er seine Kristallfassern über die Wunde schob und sie damit bedeckte. Nun tropfte sein Neonblaues Blut mehr auf den Sand.
Wieder brach Ragnaroek das Schweigen indem sie sagte: „Dann versuchen wir sie doch aufzuwecken vielleicht kann sie sich selber heilen“.
„Das sollen wir wirklich tun, mir fällt nichts besseres ein“, entgegnete Magan.
Die beiden Drachen gingen zum Kopf der blauen und Magan vorsichtig daran.
Die blaue begann sich Langsam zu bewegen nun bleib nur noch abzuwarten, ob sie das richtige getan hatten
Er hatte es tatsächlich geschafft und nun war er wieder in einem Körper. Es hatte sogar alles auf Anhieb geklappt und er hatte den richtigen Körper erwischt. Warum läst er es auch zu das ihm jemand folgt, fragte er sich wütend. Er konnte sich nicht an so ein Ereignis erinnerte, dabei hatte er doch alles so gut geplant. Doch das war nun egal nun hieß es einen Teil seiner Seele für sich zu beanspruchen und dann konnte er seine Pläne endlich in Dietat umsetzen.
Verfasst: Di 30 Mai, 2006 15:44
von Leundra
[OOC: der große Teil ist ein Traum der nur einige Minuten dauert]
Leundras Gedanken irrten durch die kalte Dunkelheit. Ihr Geist schien losgelöst vom Körper, leicht wie eine Feder und mit der Fähigkeit alles Feste zu durchdringen. Doch mit einem Male wurde sie zurück gerufen, wohl bekannte Geräusche hinderten sie daran ein für alle mal ihren Körper zu verlassen. Zögerlich kehrte sie um und glitt dem wohl bekannte entgegen. Schlagartig wich die Kälte und sie spürte eine angenehme Wärme, die sie völlig einschloss. Nun hörte sie die Geräusche viel genauer, diese hörten sich an wie das entfernte Rauschen von riesigen Flügeln und das morgendliche Krähen eines Hahns und da war noch ein anderes, viel näheres. Langsam und zögerlich hob sie ihre Augenlieder und spähte in die verschwommene Umgebung. Schlagartig riss sie die Augen auf und konnte es einfach nicht glauben. Sie befand sich in ihrer alten Schüpfhöhle, absolut unberührt, wie in ihren Erinnerungen. Nun erkannte sie auch das bekannte Geräusch wieder, neben ihr lag zusammengerollt, mit weit ausgebreiteten Flügeln ihr größerer Bruder Umbra. Er war ein ganzes Stück größer als sie und seine Färbung war bereits dunkler und damit fast die eines Ausgewachsenen. Leise schnarchte er vor sich hin und sein Flügel lag auf Leundra Rücken. Wie kann das sein?, fragte sie sich überrascht, Umbra ist schon lange tot und diese Höhle gibt es gar nicht mehr. Sie schauderte, als sie unwillkürlich an das große Sterben denken musste. Durch ihre Regungen musste Umbra wohl erwacht sein, dann plötzlich öffnete er halb seine Augen und murmelt verschlafen, "Was ist, Kleine? Hattest du schon wieder nen Albtraum? An komm leg dich einfach wieder hin der kommt schon nicht mehr zurück." Mit großen Augen sah Leundra ihn an, schüttelte zögerlich ihren Kopf und kuschelte sich dann an ihren großen Bruder, der kurz darauf wieder ein Schnarchkonzert veranstaltete. Es ist mir egal, wenn das nur eine Halluzination oder ein Traum ist so lag ich ihn nur noch mal sehen darf, dachte sie noch kurz bevor sie in einen Halbschlaf verfiel. Glücklich schnurrte sie und lauscht den alten wohlbekannten Geräuschen, die schon so lange nicht mehr ein Teil ihres Lebens waren.
Nach langer Zeit der Ruhe spürte sie plötzlich etwas kaltes Feuchtes ihren Hals herunterfliesen. Erschrocken riss sie ihren Kopf nach oben und öffnete wütend schnauben ihre Augen. Durch die schnelle Bewegung purzelte der kleine Drache, der vorher noch auf ihrem Kopf gesessen hatte von ihr runter und knallte direkt vor ihr auf den Boden. "Hey, was soll das? Ich wollte dich doch nur lieb wecken," quiekte der Kleine, der sich nach genauerem hinsehen als ihre kleine Schwester Minala herausstellte. Leundra drehte sich um und entdeckte, dass auf einem ihrer Hörner ein metallener Eimer hing, da fiel ihr mit einem male auch wieder ein, dass es Minalas Lieblingsweckmethode gewesen war, ihren Geschwistern einen Eimer mit kaltem Wasser über den Kopf zu schütten. Von der Seite erkannte Leundra, dass Umbra bereits durch ihre Methode geweckt worden war, wütend vor sich herbrummelnd schüttelte er sich um das kalte Nass los zu werden. Mit einem bösen grinsen sah sie wieder ihre kleine Schwester an, die sie mit einem Dackelblick ansah als ob sie kein Wässerchen trüben könnte. Leundra war ebenfalls wieder eingefallen, das sie auch eine Lieblingsmethode zur Bekämpfung kleiner nerviger Geschwister entwickelt hatte. Blitzschnell packte sie die Kleine am Schwanz, rannte aus der Höhle, öffnete ihre Flügel und flog zügig zum nahe gelegenen See. Dort angekommen glitt sie nahe über die Oberfläche und tunkte Minala mit dem Kopf in das kalte Wasser. So zog sie einige Bahnen während die Kleine unter ihr kläglich fiepste.
Als es ihr genug war, schmiss Leundra Minala auf ihren Rücken und segelte zurück zu der großen Klippe in der die vielen Höhlen des Lichtdrachenclans eingehauen waren. Sie flog knapp unter der Wolkenuntergrenze und hatte so einen hervorragenden Blick auf ihren ehemaligen Clan. Viele der Drachen lagen auf dem dunklen Boden und ließen sich von den ersten Sonnenstrahlen wärmen. Unter den vielen riesigen geschuppten Leibern entdeckte sie nach kurzem Suchen ihre Eltern und flog im Sturzflug auf sie zu. Kurz bevor sie dem Boden zu nahe kam zog sie den Kopf nach oben und landete sanft. Minala sprang runter und lief zu ihrer Mutter Laria um sofort zu petzen, doch Laria sah sie nur mit ihre großen strahlenden Augen freundlich an, nahm Minala vorsichtig auf ihre Klaue und leckte sie trocken. Leundra legte sich auf die warmen Steine und beobachtete das rege Treiben ihres Clans. Umbra war ebenfalls hier und sprach mit ihrem Vater Tilaros, jedoch so leise, dass sie es nicht verstehen konnte. Ein Schatten flog über Leundra hinweg, der sich als Schikatowari herausstellte, er war ein Wasserdrache und ein sehr mächtiger Heiler. Er gesellte sich ebenfalls zu ihrem viel größeren Vater und ihrem Bruder und sprach mit ihnen. Zwar konnte sie das Gespräch immer noch nicht mithören, doch an den entsetzen Gesichtern der zwei Zuhörer konnte sie erkennen, das etwas Schreckliches geschehen sein musste. Danach verzogen sich die drei in eine nahe gelegene Höhle. Leundra bekam eine grauenhafte Vorahnung, diese Szenerie kam ihr so bekannt vor, als ab es schon einmal geschehen war.
Nach einigen Stunden, Leundra war bereits mit einigen Bekannten auf Jagd gewesen, kamen die drei wieder heraus und Schikatowari flog wieder davon. Leundra ging zu ihrem Bruder und fragte was geschehen sei, doch Umbra schüttelte nur resignierend den Kopf und drehte sich um.
Nach diesem seltsamen Ereignis geschah nichts mehr und die Tage flogen friedlich an Leundra vorbei. Es waren die glücklichsten Tage in ihrem Leben, sie war wieder mit ihrer Familie vereint, hatte bei dem Schlüpfen der Jungen einer Freundin geholfen und hatte mit den Kleinen gespielt. Leundras Meinung nach wäre es immer so weiter gegangen.
Doch eines Morgens wurde sie durch ein entsetztes lautes Brüllen geweckt. Leundra rannte aus der Höhle und trat dabei auf Umbras Schwanz der halbherzig brummte.
Sie flog dem Brüllen entgegen das genau aus der Höhle zu kommen schien, in der vor kurzem die Jungen geschlüpft waren. Als sie eintrat sah sie die junge Mutter heulend und brüllend vor ihrem Nest kauern. Leundra trat näher, mit dem Wissen was sie nun sehen würde. Die drei frisch geschlüpften lagen tot in ihrem Nest, aus ihren kleinen Mäulern quoll Blut und ihre Schuppen verfärbten sich bereits schwarz. Sie mussten in der Nacht gestorben sein als ihre Mutter geschlafen hatte. Mit ihren großen Schwingen umschloss Leundra ihre weinende Freundin und hielt sie ganz fest an sich. Die nächsten Drachen die hereinstürmten sahen zwei weinende Weibchen vor einem Nest mit toten Jungen.
Der Heiler wurde gerufen und traf einige Minuten nachdem man die Mutter von ihren Babys hatte trennen können ein. Er untersuchte sie mit ernster Miene und sprach dann wieder mit Leundras Vater, der der älteste des Clans war. Nach einiger Zeit stellte sich Tilaros auf den höchsten Punkt der Klippe und sprach mit fester dunkler Stimme zum Clan, der sich still im Tal gesammelt hatte. "Meine lieben Freunde ich glaube ihr alle habt mitbekommen, was heute geschehen ist. Die drei Jüngsten Mitglieder unserer großen Familie sind viel zu früh von uns gegangen. Nun fragt ihr euch sicher alle warum dies geschehen konnte. Um dies zu klären möchte ich Schikatowari sprechen lassen." Tilaros ging zurück und seine Stelle nahm der wesentlich kleinere Wasserdrache ein, der sofort zu sprechen begann. "Es handelt sich hierbei um eine schwerwiegende Krankheit. Ich habe von einem befreundeten Heiler mit dem ich regelmäßig Briefe austausche die erschreckende Meldung erhalten, dass in seinem Gebiet ganze Clans durch diese uns unbekannte Krankheit ausgelöscht wurden. Er machte eine kurze Pause in der ein Raunen durch die Menge ging. Alle in unserer Heilergilde sind damit beauftragt worden ein Gegenmittel für diese tödlich verlaufende Krankheit zu entwickeln, doch noch gibt es keine nennenswerten Ergebnisse. Da wir auch noch nicht wissen wie sich die Krankheit ausbreitet, können wir auch nicht sagen wie weit es sich hier schon ausgebreitet hat. Ich möchte euch alle bitten ruhe zu gewahren und in Panik keine überstürzten Handlungen zu tätigen. Wir werden auch diese Krise überstehen!"
Damit ging er ab und hinterließ unter sich eine grummelnde und teilweise auch weinende Meute. Inmitten des lauten Haufens hockte Leundra in sich zusammengesunken. Sie hatte diese Rede schon einmal gehört und sie wusste, dass sich nun alles wieder wiederholen würde. Sie ging noch einmal zu ihrer am Boden zerstörten Freundin und redete einige Stunde mit ihr über alles was beiden auf dem Herzen lag.
Am nächsten Tag fanden sie die junge Mutter tot in ihrem leeren Nest. Sie hatte sich ihre Krallen in ihr Herz gebohrt und war verblutet. Leundra stand nur emotionslos vor der Leiche ihrer Freundin, sie wusste es, nun würde das Sterben wieder beginnen. Das laute Gebrüll und Geheul ihrer Verwandten bekam sie nicht mehr mit als wäre die Welt stumm geworden.
Am nächsten Morgen wurden die Mutter und ihre Jungen bei Sonnenaufgang wieder dem Meer zurückgegeben. Leundra stand dabei, sie spürte nicht eine Träne auf der Wange, sie hatte schon einmal für die Toten geweint.
Nun kamen Tag für Tag neue Meldungen von anderen, in der Nähe liegenden Clans, auch von anderen Drachenarten, bei denen von Fällen berichtet wurden in denen die schwächeren Drachen angefangen hatten Blut zu husten. Auch bei anderen Tieren und Pflanzen ging die Krankheit um und führte dort sehr schnell zum Tode. So ging mit der Zeit einigen größeren Arten die Nahrung aus und die Landschaft wurde braun und leer.
Als Leundra schaudernd eines Morgens aufwachte war ihr Bruder nicht mehr da. Erschrocken sprang sie los und suchte ihn. Sie fand ihn in der Höhle seiner Eltern in der auch Minala noch schlief. Leundra wusste was sie sehen würde, doch versetzte ihr der Anblick einen schweren Stich ins Herz. In den Armen ihrer weinenden Mutter lag die kleine Minala mit geschlossenen Augen, als ob sie nur schliefe. Jemand hatte ihr bereits das Blut vom Maul gewischt, sodass man auf den ersten Blick nicht hätte verstehen können weshalb Laria weinte.
Nach einigen Tagen begann die schreckliche Krankheit auch unter den hungernden ausgewachsenen Drachen tödlich zu verlaufen. Als Leundra nach einem ergebnislosen Jagdflug mit ihrem Vater nach Hause kam und landete fand sie am Höhleneingang einige Bluttropfen. Sie zögerte in die Höhle zu gehen, wusste sie doch was sie erwarten würde. Umbra stand hinter ihr und verlangte, dass sie den Weg frei mache. Doch sie packte ihn und bat ihn nicht rein zugehen. Ihr starrköpfiger Bruder ließ sich jedoch nicht aufhalten und schob sie einfach zur Seite. Jammernd und bittend lief Leundra hinterher, bis er dann mit weit ausgerissenen Maul und Augen stehen blieb. Vor ihm lag Laria mit offenen Blut und Schaum überströmten Maul ihre Flügel lösten sich Faden für Faden auf, sodass nun nur noch einige Knäule an den Flügelgerippen hingen. Ihre sonst so strahlenden Augen waren erloschen und starrten ins Leere.
Leundra klammerte sich an Umbras Rücken und weinte. Diesen Anblick hatte sie so vermeiden wollen, nun würde sich das Bild das sie über viele Jahre hatte verbannen wollen wieder in ihr Gedächtnis gebrannt.
Beide gingen still und mit gesenktem Kopf aus der Höhle, erst kurz bevor er vor ihnen stand bemerkten sie ihren Vater das mit einem zerfurchten Gesicht auf sie nieder sah. "Ich bitte euch geht von hier weg!" sprach er mit gebrochener Stimme, die Geschwister wussten, dass er nicht mehr in der Lage war zu sprechen, Laria war immer sein stärkster Halt gewesen in jeder Situation. Umbra nahm Leundra Klaue, öffnete die Flügel und zog sie mit sich in die Luft. Leundra löste sich und flog still neben ihm her, beide stiegen immer höher und bauten letztendlich ein Energiefeld auf. Leundra war zwar schon geschwächt aber es gelang ihr das Feld zu stabilisieren. Während sie einschlief und noch ein letztes Mal die Augen öffnete, sah sie wie ihr Bruder zurückfiel und sein Feld kollabierte. Dann schloss Leundra de Augen und fiel wieder in die kalte Dunkelheit.
Nach einiger Zeit spürte sie wieder Wärme, doch sie wollte nicht mehr auf es zugehen, ihre seelischen Schmerzen waren einfach zu groß. Aber so sehr sie sich auch wehrte sie wurde zurückgeholt.
Mit Tränen in den Augen riss Leundra die Augen auf und atmete erschrocken ein, doch statt dem ausatmen kamen nur ein klägliches Husten hervor. Sie spürte, dass zwei ihrer Lungenflügel angerissen waren und ihre Energiequelle fluktuierte. Aber viele der schwerwiegenden Wunden waren plötzlich verheilt. Langsam sah sie sich um und bemerkte erst später, dass zwei kleine Drachen auf ihrem Kopf herumtobten. Anscheinend versuchten die zwei sie zu wecken. Neben Leundra stand noch ein einzelner weißer Drache, der wohl für ihre rasante Heilung verantwortlich war. Sie stabilisierte ihren Energiefluss und hob ihren Kopf, wodurch die beiden wohl sehr überrascht wurden und meinte amüsiert "Hallo, nanu hier scheint es ja jede Menge Drachen zu geben." Sie drehte sich zu dem Weißen und sagte, "vielen Dank das du mir geholfen hast, mein Name ist Leundra." Dann aber viel ihr wieder ein, dass sie jemanden im Sturzflug getroffen hatte, sie machte sich groß und streckte ihren Hals um die Landschaft gut in den Blick zu bekommen. Sie entdeckte eine silberne Drachin, die dabei war ihre Wunden zu regenerieren. Sie machte ein paar Schritte dort hin und sprach sie besorgt an, "das war wohl meine Schuld es tut mir vielmals Leide, kann ich irgendwie helfen? "
Verfasst: Di 30 Mai, 2006 18:59
von Seriva Senkalora
[ooc: irgendwie bemerkt keiner von euch den kupferdrachen der besorgt nach leundra geschaut hat... -.-]
Der Verfolger von Silvi geriet anscheinend so aus dem Takt, dass er abstürzte. Besorgt wurde Seriva langsamer und vergewisserte sich, dass es ihm gut ging.
Die anderen Drachen näherten sich ihm und Seriva mied es sich dazuzugesellen. Statt dessen nahm sie weiter Kurs auf Silvi.
Swen wich zurück, als immer mehr Drachen sich um den abgestürzten tummelten. Er erblickte Seriva und schwebte schlangengleich zu ihr.
"Wo kommen die denn alle her?". fragte er verwundert.
Seriva zuckte mit den Schultern.
"Keine Ahnung... Ich befürchte aber, dass das keine zufällige Zusammenkunft ist..." Ein Gefühl sagte der roten Drachin, dass sich etwas anbahnte was es zu erledigen galt.
Swen zog es vor sich zurückzuziehen und glitt über den Wolken entlang zurück zu seiner Höhle. Unterwegs sah er ein Glitzern im Sand und ein schlank gebautes Wesen.
Er landete vor ihm und begrüßte ihn freundlich:
"Hallo Vortex. Was verschlägt dich denn hierher? Ich dachte immer die Wüste seie dir zu warm?" Völlig verwundert über das Auftauchen des Velociraptors legte Swen sich in den Sand um nicht allzu riesig vor ihm aufzuragen und blickte ihn aus einem seiner hellblauen Augen an.
Erschreckt zischte Seriva als sie Silvi abstürzen sah.
Rasch flog sie zu ihr, doch die Silberne schien sich relativ gut gefangen zu haben. Seriva bewunderte kurz Silvis 'OP' und schlug dann ihre Krallen neben der größeren in den Felsen um bei ihr Halt zu finden.
"Hey, alles okay?", fragte sie und wandte dann den Kopf nach unten.
"Hier ist richtig was los... Was treibt dich denn hierher?", fragte sie.
Zephir hetzte umher, eine leichte Bodenerschütterung hatte ihr den Fluchtweg versperrt und der Bergdrache schnappte immer wieder nach ihr.
Kreischend entschied sie sich zur Überumpelung, griff den Drachen scheinbar an, wich dann aus und huschte geschickt an ihm vorbei.
Sie verließ den Schutz des Tales, blickte sich um und rammte einen Vorsprung. Zephir schlug mit den Flügeln, fand aber keinen rechten Auftrieb und kullerte einen Geröllhang hinab.
Swen erzählte Vortex, dass Seriva und Silvi am Gebirgsrand waren und dass sich dort noch vier andere Drachen tummelten. Zwei blaue und zwei silberne. Dann schien er sich in Sand aufzulösen und verschwand.
Zephir fasste Sand unter den Klauen und sprintete los.
Recht von ihr entdeckte sie vier Drachen, einen großen offensichtlich verletzen um den drei andere standen, und beschleunigte ihre Schritte.
Bald verstummte das Brüllen des Bergdrachen, dieser hatte wohl ebenfalls die stärkeren Drachen bemerkt und war umgekehrt.
Trotzdem sprintete die Feuergreifin weiter, bis das Atmen in den Lungen brannte.
Sie suchte Schutz vor der sengenden Sonne unter einem kleinen Felsen.
Von dort aus entdeckte sie ein ihr unbekanntes Wesen.
Sein Arm und Kopf glitzerten metallisch und offensichtlich kannte er den großen Kupferdrachen der majestätisch im Sand lag.
Als Swen verschwand traute Zephir sich aus ihrem Versteck und sprach aus einigem Abstand das glitzernde Wesen an.
"H-Hall-o? Kannst du mir sagen wer DAS war?" Ihre Stimme zitterte, die glänzenden Krallen sahen nicht ungefährlich aus.
Um ihre Unsicherheit zu überspielen bauschte Zephir Fell und Gefieder und richtete sich stolz auf.
"Scheint so als wäre der große Drache wach.", mutmaßte Seriva mit Blick auf die Ansammlung.
"Na dann frag ich mal was der Grund für das Familientreffen ist.", sagte sie, holte tief Luft und stürzte sich den Felsen hinunter.
Doch sie kam nicht weit.
Der große blaue näherte sich Silvi um sich zu entschuldigen und Seriva stoppte auf halber Höhe.
Die kleine rote versuchte auf sich aufmerksam zu machen indem sie ihre Aura grellorange aufleuchten ließ und ihre Energie wellenartig durch den Felsen pulsieren ließ.
"Willkommen auf Golatemo, Fremde." begrüßte sie die vier Drachen.
"Mein Name ist Seriva Senkalora. Wer seid ihr und was treibt euch hierher?", fragte sie freundlich und selbstbewusst.
Verfasst: Mi 07 Jun, 2006 21:44
von Valya
Der Aufzug hielt mit einem sanften ruck und öffnete seine türen in einem weiteren schwach beleuchteten Gang der noch recht neu wirkte und dessen wände nochtnicht mit so vielen schmuckvollen verzierungen der zwerge versehen waren.
Valya schritt hinaus und ging den gang entlang der in einer Sanften steigung weiter zum Höchsten punkt des Gebirgsmassivs führte.
Der Gang schraubte sich in Santen windungen auf das Observatorium hinauf das in der spitze der höchsten berges lag.
Nach einem Kurzen marsch stand er vor einer weiteren metallenen Tür die mit ihrer fassung exakt passend in den Fels eingelassen worden war.
Als er sich der Tür näherte glitt diese beinahe geräuschlos auf und vor ihm entfaltete sich das Observatorium, das sehr wenig mit denen gemein hatten die sonst unter solcher bezeichnung anzutreffen waren.
Vor ihm erstreckte sichein Grosser Raum dessen inneneinrichtung aus vielen Bildschirmen Steuer und kontrollkonsolen bestand und in manschen ecken standen Antiquirte astronomische messgeräte und in einer andren Ecke war eine nische zu sehen in der ein grosses Regal mit augenscheinlich alten büchern stand und auf einem davor aufgebauten Tisch standen Alchemistische gegenstände verteilt.
Er betrat den raum und wurde sofort von einigen andren Drachen und auch ein paar wenigen zwergen , die vor ihren konsolen und monitoren sassen mit knappen ehrenbezeugungen begrüsst.
Er erwiederte nur halbherzig und knapp mit einem nicken, denn sein blickt suchte schon die eigentliche person die ihn herbestellt hatte.
Er fand die Person in Form eines Grossne aber Schmächtig gebauten Anthromorphen Drachens mit Goldener Stirnpanzerung, der auf einen der Grossen Bildschirme für die Tiefenraum sensoren schaute. Valya schritt neben ihn und schaute ebenfalls auf den teil des Bildschirms auf das der andre Drache schaute, ein schwacher punkt von undefinierbarer energie der immerwieder übermehrere planeten sprang, eine Aufzeichnung.
"Nun Ehrenwerter Magus, was steht heute auf dem plan? Silber in Gold verwandeln? Einen neuen Tarn oder verteidigungszauber lernen?" Fragte Valya Frech um die aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, der andre Drache blickte ihn daraufhin etwas tadelnt an.
"Nanana, nicht so eilig mein Junger Herrscher auch wen ihr etwas zu spät seid bedeutet das nicht das ihr euch zu tode hetzen müsst so lernt ihr auch nichts, Ihr braucht gedult, und heute steht Astronavigation auf dme Plan ich habe so das gefhl das ihr das demnächst sehr gut gebrauchen könntet..."
Valya Blickte entgeistert "Astronavigation...." Sagte er nicht grade sehr begeistert und folgte dem Drachen zu einer Computerkonsole, Astronavigation war ziemlich langweilig und im hochrechnen der Koordinaten war er nie der beste gewesen...
Das Würde ein langer Tag werden Astronavigation... und dann noch das abwechslungsreiche aber anstrengende Waffentraining mit Throx dem Waffenemister der Zwerge hier...
Verfasst: Fr 16 Jun, 2006 18:36
von Cyber Zipclaw
Es dauerte eine Weile, bis Vortex begriff, daß dies eine echte Wüste war. Nur eine die ihm völlig fremd war. Außerdem schien die Sonne hier so hell, daß er zuerst völlig geblendet war und keine echten Details erkennen konnte. Erst nach einigen Minuten gewöhnten sich seine Augen an die Lichtverhältnisse. Sand und Geröll bis zum Horizont! Das erinnerte ihn an ein Stück Wüste, durch das er mal vor Jahren auf Terran marschierte. Er hasste die Wüste!
*Großartig... von der Kälte in die Hitze!* schimpfte er. *Na, dann wollen wir mal.* murmelte er, legte seinen Rucksack ab und holte einen schmutzigen Umhang heraus, der einmal weiß gewesen ist. Diesen legte er sich auf seinen Rücken und befestigte ihn an seinem Helm, so daß er nun von Kopf bis zum Schwanz vor der Sonneneinstrahlung geschützt war.
*Und jetzt? Besser ich finde eine Höhle, oder sowas. Auf jeden Fall raus aus der verdammten Sonne.* dachte er und marschierte los in Richtung Westen... zumindest glaubte er, daß dort Westen war.
3 Stunden später...
Hockend unter dem Hang einer Felswand, beobachtete Vortex die Wüste. Es wurde windiger und die Hitze war immer noch unerträglich. Und bislang hatte er kein Zeichen von Leben in dieser Gluthölle entdecken können. Wenn es zumindest Eidechsen oder Schlangen gäbe, dann hätte er seinen Hunger und Durst [mit Blut] stillen können. Aber selbst sowas schien es hier nicht zu geben.
Vortex seufzte und sah nach oben zum Himmel. Nichts als strahlend blauer Himmel. Doch was ist das? Irgendetwas flog da oben von rechts nach links über ihm vorbei. Sofort sprang der Velociraptor auf und verließ sein Versteck um zu sehen, was das da oben war.
Er kniff die Augen zusammen und versuchte trotz der Helligkeit etwas zu erkennen, doch mehr als ein unförmiges Etwas konnte er nicht erkennen. Und doch kam es ihm irgendwie vertraut vor. Nur an was erinnerte ihn das langgezogene Ding da oben, das nun auch noch auf ihn zu geflogen kam. Vortex erschrak. *Es kommt... auf mich zu!?* Schnell versuchte er sich zu verstecken, doch in der Eile stolperte er über einen Feldbrocken und landete unsanft im heißen Sand.
Ein starker Windstoß ließ seinen Umhang aufbäumen und er erwartete das Ende, auf dem Bauch liegend. Aber vielleicht ließ das Ding ja noch von ihm ab? *Nicht gerade die gute alte raptorische Art...* Viel lieber würde er um sein Leben kämpfen.
"Hallo Vortex. Was verschlägt dich denn hierher? Ich dachte immer die Wüste seie dir zu warm?"
*Was?* Vortex kannte diese Stimme. Nur woher? Er wußte nur noch, daß es etwas großes war. Dann entschied er sich nachzusehen und starrte einen riesigen freundlich dreinblickenden Drachen an.
"Ah..." Vortex richtete sich wieder auf und versuchte sich an den Namen des Drachen zu erinnern, den er eigentlich, wie den gesamten Vorfall auf Asjoil, vergessen wollte. "S... Swen, richtig?" ratete er. Und ja, es war dieser riesige kupferfarbene Drache. Vortex schluckte, denn er hatte niemals damit gerechnet, jemals wieder einen aus dieser Truppe wiederzusehen. Und... insgeheim hatte er es sogar gehofft.
Mit etwas Unbehagen erfuhr er von dem Drachen von der Anwesenheit zweier weiterer alter "Freunde". Der Gedanke, daß auch Shimba in der Nähe sein könnte, bereitete ihm noch mehr Unbehagen.
"Okay..." antwortete er und sah wie Swen vor seinen Augen im Sand verschwand.
*6 Drachen... nein, sieben. Oh, Mann, wo bin ich hier bloß gelandet...?* seufzte er und marschierte in die Richtung, in die Swen gezeigt hatte. *Aber besser als hier zu versauern!*
Vortex wußte nicht, wie lange er marschiert war, aber er hatte endlich die andere Seite des Gebirges erreicht. Erschöpft und durstig ließ er sich in einem riesigen Schatten fallen, ohne darauf zu achten, was diesen Schatten überhaupt warf.
Verfasst: So 18 Jun, 2006 17:29
von Silverdrak
Firnor musterte den großen Rissdämon. Er musste sehr alt sein und er hatte genau die größe auf die üblicherweise Verfluchte-Drachen-Selbstmord-Komandos los geschickt wurden. Silvi und er oder besser überwiegend er hatte sich von ewiger Zeit schonmal mit so einem auseinander gesetzte, allerdings war dieser noch ein gutes Stück größer.
Der kleine Dämon grinste immer noch böse.
"Dein dummes Grinsen wird dir noch vergehen." knurrte der böse Drache und schlich um den großen Dämon herum, der ihn auf den richtigen Moment wartend im Auge behielt.
Seine Lieblingszauber würde er hier im Dazwischen wohl nicht anwenden können, sinnierte Firnor. Man konnte hier schlecht irgendwelche Regeln auf geben. Ein richtiges oben und unten gabs ja z.B. nicht. Daher würde er wohl größtenteils ohne Magie auskommen müssen.
Silvi erblickte die große blaue Drachin. So einem großen blauen Drachen hatte sie noch nie gesehen. Die anderen fremden Drachen kümmerten sich um sie.
Ihre verbrannte Flügelmembran brannte fürchterlich.
"Sky?", fragte sie in die Luft. Nur wenige Sekunden darauf tauchte eine kleine weiße Feuerechse auf und wollte grade mit Silvi schimpfen weil er bis eben Seelenruhig geschlafen hatte. Doch spürte er Silvis schmerzen.
Plötzlich stand Silvi auf einer grünen Wiese eines kleinen Tals, dass von einem kleinen Gebierge gesäumt wurde. Sie konnte das Rauschen von Wasser hören. Ein kalter Wind bließ angenehm unter ihren Flügeln hinweg.
Sky wusste schon was sie mochte. Dachte Silvi und schüttelte den Kopf. "Ganz so schlimm ist es nun auch nicht." meinte Silvi zu dem kleinen Psydrachen. "Ich wollte eigentlich nur fragen ob du mir Tikas Salbe bringen könntest." dabei streckte sie eine Hand aus. Sky blickte diese kurz an verschwand und tauchte auf einem Glasgefäss sitzend auf Silvis Hand wieder auf. Zeitgleich breitete sich Tsiaeris rücklings zufrieden gurgelnd mit ausgebreiteten Flügelchen auf Silvis Kopf aus.
"Danke. Was macht Tsi hier?"
"Sie hat sich beschwert das hier in der Höhle zu kalt wäre, also dachte ich ich bring sie mit.", meine Sky und suchte sich einen kleinen Felsvorsprung wo er sich ebenfalls hinlegte und ein Schild mit Sonnenschutzfaktor Stufe 50 zum Schutz seiner weißen Schüppchen aufbaute.
Dann schraubte Silvi den Deckel von dem Glasgefäss ab. Ein glitzern des Konservierungszaubers huschte über die Salbe. Während die Silberne damit ihre verbrannte Flügelmembran einrieb begrüßte sie Seriva, die sich neben ihr an der Wand niederließ.
"Mir geht es größtenteils gut.", meinte Silvi. "Ich bin auf Mission. Ich soll Mar'Self..." sie stockte einen Moment als sie daran Denken musste das er DER Platindrache war. "... also äh... ich soll für ihn die Teile des Artefakts der Gravitaion zusammen suchen, die ihm noch fehlen.", erklärte Silvi und tastete kurz nach dem Ring an ihren Horn um erleichtert festzustellen das er noch da war. "Wenn er die Teile hat will er nach Firnor suchen." ergänzte sie zögerlich. Sie war immer noch nicht sicher ob die ihn wieder haben wollte.
Firnor befand sich unterdes im Schraubenziehergriff des Dämons und versuchte sich zu befreien. Seine Dornen stachen den Dämon in den Arm wo durch Firnor eine Idee kam. Er wickelte sich einfach so gut er konnte um den Dämon wodurch seine unzählichen Dornen unzählige verletzungen verursachte. Außerdem bearbeitete er ihn mit seinem Säureatem.
Silvis Flügel war inzwischen verarztet. Die Salbe stehlte eine angenehme Kühle aus und sie linderte den Schmerz. Sky hatte das Gefäss wieder weg gebracht.
Die Silberne nickte Seriva zu und sah zu wie sie den Fels hinunter sprang.
Dann stand die große Blaue vor ihr.
"Ach das ist nur eine Kleinigkeit. Das ist sicher bald wieder weg." erwiderte die silberne und musterte die blaue. "Ist mit dir auch ganz sicher alles in Ordnung? Ich mein so wie du aufgeschlagen bist..."
Dann zog Serivas rotes Leuchten ihre Aufmerksamkeit auf sich. Sie war auch neugierig was die vielen Drachen hier machten.
Sky hatte in der zwischen Zeit noch jemanden entdeckt, den er kannte, der den anderen Drachen scheinbar noch nicht aufgefallen war. Der kleine Drache setzte sich auf Vortex Metallarm und untersuchte ihn neugierig. Zwar war es ihm nicht ganz geheuer sich unter der großen Drachin aufzuhalten, aber er konnte ja jederzeit verschwinden.
Verfasst: Do 22 Jun, 2006 15:59
von Luarcis
"Aber ich verfüge über Heilkräfte", sagte Luarcis schließlich, der zögernd den anderen Drachen gefolgt war und ebenfalls neben der blauen Drachin landete und sie besorgt musterte. Er wäre wohl nie so einfach mit den Anderen mitgekommen, wenn diese Drachin durch den Absturz nicht in so einem kritischen Zustand gewesen wäre und er sie nicht einfach so dort liegen lassen konnte. Langsam ging Luarcis zum Kopf der Drachin und legte einen Moment seine Pranke auf ihre Stirn, während er seine Augen schloss. Seufzend trat er schließlich zurück und sagte "Sie ist sehr schwach, ihre Verletzungen sind sehr schwer, das wird sie nicht mehr lange durchhalten. Sie entschwindet uns, ihr Geist ist schon tief im Nebel verschwunden, ich konnte kaum mehr zu ihr durchdringen, alleine wird sie es sicher nicht schaffen. Ich denke zwar, dass ich ihr helfen könnte, allerdings würde mich das angesichts ihrer Größe und ihres schlimmen Zustandes wohl fast meine ganzen Kräfte kosten. Wir wissen ja noch nicht einmal, wer sie ist und ob sie uns nicht einfach so angreifen würde, wenn sie wieder bei Bewusstsein wäre, das ist also sicherlich ein großes Risiko für mich. Andererseits habe ich mir einst geschworen, denen beizustehen, die meine Hilfe benötigen, ich kann also nicht einfach zulassen, dass sie vor meinen Augen stirbt, das wäre gegen all meine Prinzipien. So bin ich denn also gewillt, mein Glück zu versuchen, dieser Drachin zu helfen, hoffentlich werde ich das nicht später bereuen…", sprach Luarcis ernst und wies dann die Anderen an, zurückzutreten, damit er genug Platz hatte.
Er schob den Kopf der bewusstlosen Drachin etwas zur Seite, um freie Sicht auf ihre Brust und damit ihr Herz zu haben und schloss dann seine Augen, um sich besser konzentrieren zu können.
Nach einem Moment drang ein kaum hörbares, wunderbar melodisches und harmonisches Summen über seine Lippen, während er beinahe in einen Trancezustand fiel, in dem er seine innersten Kräfte mobilisieren konnte. Eine schimmernde Aura umgab seinen Körper und ließ seinen Nackenkamm in einem unsichtbaren Wind flattern. Schließlich öffnete Luarcis seine Augen wieder, die nun ebenfalls in einem hellen Licht leuchteten. Er konzentrierte sich weiter und bündelte seine Energie in seinem linken Arm, der dadurch von einem strahlenden, golden schimmernden Glanz umhüllt war.
Dann trat er einen Schritt vor, direkt vor die blaue Drachin und holte mit der Klaue weit aus, gerade so als ob er sie damit angreifen wollte. Doch der Blick in Luarcis Augen zeigte den Anderen, dass er wusste, was er tat und so verfolgten sie weiter das Schauspiel. Schließlich fixierte er den Brustkorb der Blauen an, der sich nur unregelmäßig und schwerfällig bewegte und presste plötzlich mit einem energischen Aufschrei seine linke Klaue mit voller Kraft fest auf die von blutenden Schnitten und Schürfwunden übersäte Haut der Drachin.
Seine reine, leuchtende Lebensenergie entlud sich mit einem Schlag heftig in ihren Körper und durchdrang ihn bis in den letzten Winkel. Die große Drachin zitterte und bäumte sich ein bisschen auf unter der Wucht und der Stärke des plötzlichen Heilschockes. Doch Luarcis wusste, dass sie keine Schmerzen dabei hatte, ganz im Gegenteil, die wärmende und heilende Energie durchflutete sie mit einem angenehmen, beruhigenden Gefühl, während sie sich ihren Weg durch ihr Inneres bahnte, auf der Suche nach ihren Verletzungen, um ihre körpereigenen Kräfte zu mobilisieren und die Wunden damit zu schließen.
Luarcis stöhnte immer noch auf, während er weiterhin angestrengt versuchte, seine Energie in die Drachin zu transferieren, doch schließlich spürte er, wie er selbst allmählich in einen kritischen Zustand überging, wenn er noch mehr von seiner Kraft abgeben würde und so hörte er auf und ließ den Energiefluss langsam abbrechen. Seine Aura erlosch und Luarcis ließ keuchend von der großen Blauen ab. Er hatte einen Moment ziemliche Mühe, das Gleichgewicht zu halten und konnte auch nicht mehr so klar sehen. Seine linke Klaue zitterte heftig und sie wirkte auch erschreckend ausgemergelt und matt, es würde wohl noch einige Zeit dauern, bis sich Luarcis davon vollständig erholt hatte, aber er hoffte wenigstens, dass sein Opfer nicht umsonst war.
"Mehr kann ich nicht tun", sagte er schließlich zu den Anderen und blickte dann stumm zu der Drachin, die erst noch kurz regungslos am Boden liegen blieb, sich letztendlich aber zu seiner Erleichterung bewegte und ihre Augen öffnete. Er sah die Tränen in ihren Augen und wusste, dass sie während ihrer Bewusstlosigkeit wohl von schrecklichen Gedanken geplagt wurde. Während ihrer körperlichen Verbindung konnte Luarcis ihren Schmerz fühlen, nicht nur ihren physischen, sondern auch ihren seelischen. Er konnte nur erahnen, welche schlimmen Erinnerungen sie durchleben musste, am Rande des Todes werden einem ja oft noch einmal einprägsame Erfahrungen bewusst, gute, wie schlechte…
"Ja, es freut mich, dass es dir wieder besser geht und mein Zauber Erfolg hatte, mein Name ist Luarcis.", antwortete er schließlich auf Leundras glücklicherweise dankbaren Ausruf.
Als Leundra dann auf die silberne Drachin zuging, um sich über ihren Zustand zu erkundigen, sah Luarcis verwundert und erschrocken mit an, wie urplötzlich erst eine, dann noch eine zweite kleine Echse wie aus dem Nichts auftauchten, sich mit der großen Drachin unterhielten, wieder verschwanden und wovon eine ihr schließlich so etwas wie eine Salbe überreichte, mit der die Silberne ihre Wunden verarztete. Verwirrt beobachtete er das für die große Silberne scheinbar selbstverständliche Schauspiel, etwas Derartiges hatte er zuvor noch nie gesehen, diese ganzen Vorgänge auf diesem Wüstenplaneten wurden immer verworrener und einmal mehr wünschte Luarcis sich, sich am besten niemals dazu entschieden zu haben, auch nur einen Fuß aus seinen vertrauten und ruhigen Wäldern in seiner Heimat zu setzen. Doch dafür war es nun schon längst zu spät gewesen und so entschloss er sich, das Beste aus der Situation zu machen.
Erst jetzt bemerkte er erschrocken auch noch die kleine rote Drachin, die wohl schon die ganze Zeit in der Nähe gewesen war und mit einer hell leuchtenden Aura von einer Klippe auf sie zugestürzt kam. Allmählich wurde es Luarcis eindeutig zu bunt, all diese grundverschiedenen und fremden Drachen und andere seltsame Wesen auf einem Haufen, er wusste, warum er lieber ein Einzelgänger war, denn in seinem jetzigen geschwächten Zustand wäre er sicher ein leichtes Ziel, so dass er einzig auf die guten Absichten der Anderen hoffen konnte. Doch er versuchte, sich seine Unsicherheit nicht anmerken zu lassen und setzte zu einer Antwort an.
"Golatemo? Ist das der Name dieser Welt? Du bist hier zu Hause, oder? Soweit ich sehen kann, bist du wohl die einzige, die von diesem Planeten stammen könnte. Die Anderen sind nur wenig von der Aura des Planeten durchsetzt, was bedeutet, dass sie noch nicht sehr lange hier sind, die Ankunft von den Meisten hier hab ich ja ohnehin mitbekommen, mal mehr, mal weniger Aufsehen erregend", sprach er mit einem Seitenblick zu Leundra.
"Ganz ehrlich gesagt, weiß ich selbst nicht genau, was ich hier eigentlich zu suchen habe, ich hatte gehofft, dass ihr mir darauf vielleicht eine Antwort geben könntet, es ist nämlich eigentlich sonst nicht meine Art, solch weite Reisen zu unternehmen. Doch wie auch immer, ich bin zumindest niemand, der es auf unnötige Konflikte anlegt, meine Absichten sind gewiss nur guter Natur, ich denke, diese große Blaue hier kann das bezeugen.", fügte Luarcis noch hinzu und erkannte plötzlich bei einem schweifenden Blick in die Runde im Schatten der silbernen Drachin noch eine andere Echse, die zwar etwas größer als diejenige war, die zuvor diese Heilsalbe hervorgezaubert hatte und sich nun zu dem mit seltsamen Metallteilen besetzten Wesen gesellt hatte, doch Luarcis versuchte, das so gut es ging zu ignorieren, er war ohnehin schon verwirrt genug es türmten sich schon längst mehr Fragen auf, als er stellen könnte. So lehnte er sich einfach an einen Stein, um seine geschwächte Klaue zu entlasten, abwartend, was nun geschehen würde.