Westlicher Wald

Ein RPG der anderen Art. Sobald man den Thread betritt, ist man mitten drin.
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Kezune
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Westlicher Wald

#1 Beitragvon Kezune » Sa 24 Dez, 2011 13:00

Laut polternd holperte der metallene Wagen die steinige Straße hinunter. Darin eng zusammengerollt lag die Raka und spürte inzwischen jeden einzelnen Knochen in ihrem Leib. Zudem schien das kalte Metall des Käfigwagens jedes noch so kleine bisschen Wärme aus ihr herauszusaugen. Sie hasste Kälte.
In Gedanken sehnte sie sich zurück nach ihrer alten Heimat, der glühenden Hitze der Sonne auf den Schuppen, den brennenden Sand unter sich, dem heißen Wind unter den Flügeln... Eine kräftige Erschütterung riss die Schlange aus ihren Träumen. Sie öffnete die Augen und starrte durch die Gitterstäbe nach draußen, doch außer einer undurchdringlichen Nebelwand und ein paar Bäumen konnte sie nichts erkennen. Raka faltete ihre Flügel ein Stück auf und versuchte, sich so gut es ging mit ihnen zuzudecken. Von draußen hörte sie das Fluchen von einem der Fuhrleute. In ihr stieg die Wut hoch. Sie hasste die Menschen. Sie hatten sie aus ihrer Heimat gerissen und über das Meer gebracht. Eine unüberwindbare Barriere für sie, da sie unmöglich so weit fliegen konnte.

Bei einer Rast am Vortag hatte sie ein paar Gesprächsfetzen aufgeschnappt. Irgendwas mit ...viel Geld...Hafen...blödes Vieh loswerden... Obwohl ihre Fantasie sehr wohl ausreichte, um sich vorzustellen was das zu bedeuten hatte, war ihr das inzwischen egal. Sie würde es ohnehin nie mehr nach Hause zurück schaffen...

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#2 Beitragvon Eisklaue » Sa 24 Dez, 2011 14:00

Eisklaue schlich hungrig durch den nebligen Wald, als er auf einmal eine mögliche Beute witterte. Im dichten Nebel konnte er die Umrisse von einem Hirsch erspähen. Es ist zwar nicht das Leckerste aber er war inzwischen so hungrig, dass es ihm egal war. Als er sich gerade an den großen, ahnungslosen Hirsch anpirschen wollte, war plötzlich ein lautes Poltern zu hören, durch dass seine Beute panisch die Flucht ergriff. Einige aufgeschreckte Vögel flogen dem Geräusch davon direkt in seine Richtung. Zuerst war er mächtig sauer weil sein Essen weggerannt war, andererseits war seine Neugier geweckt. Er musste herausfinden was das war, was diesen Lärm verursachte.

Eisklaue bewegte sich lautlos durch den Wald auf die Lärmquelle zu, wobei er im dichten Nebel wegen seiner weißen Federn gut getarnt war. Das laute Geräusch kam immer näher bis er in der dichten Nebelsuppe die Umrisse von etwas erkennen konnte das er noch nie zuvor gesehen hatte. Gleichzeitig witterte er mehrere Dinge: Menschen, Warscheinlich noch Pferde und etwas ANDERES, etwas dessen Geruch ihm gänzlich unbekannt war. Es erinnerte entfernt an den Geruch eines Drachen, aber es war keiner. Von noch näher erkannte er den Umriss eines metallenen Wagens, der Von vier Pferden gezogen wurde. In dem Wagen bewegte sich etwas. Das ihm unbekannte Ding, das so ähnlich aussah wie eine Schlange, sah so aus als würde es frieren.
Er war sich nicht sicher was er jetzt tun sollte: Der Schlange helfen, auf die Gefahr hin als Beute zu enden ODER einfach weiter zu beobachten, was geschehen würde. Schließlich war sein Mut größer als seine Furcht, sodass er versuchte die schlangenähnliche Kreatur zu befreien.
Er pirschte sich an die Pferde um zu verhindern, dass sie entkommen konnten. Er sprang im Schutz des Nebels auf das erste Pferd und versenkte seine Sichelkralle tief in dessen Fleisch.

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#3 Beitragvon Kezune » Mo 26 Dez, 2011 09:03

Als plötzlich die Pferde panisch aufwiehrten, hob Raka den Kopf. Ihre Zuge nahm einen unbekannten Geruch auf. Sie konnte nur sagen, dass es sich unter anderem um Federn handelte, aber was es genau war wusste sie nicht. Zudem versperrte ihr die metallene Rückwand des Wagens den Blick nach vorne auf das Geschehen. Wütend hämmerte die Schlange mit ihrem Schwanz dagegen und zischte. Im nächsten Augenblick hörte sie erneut das Geschrei der Fuhrleute, begreitet von einem einzelnen lauten, hohen Schrei und sah wie die schemenhaften Umrisse der Zweibeiner im Nebel verschwanden. Geschieht ihnen recht, dachte die Schlange grimmig, nur schade, dass der Angreifer sie nicht doch noch erwischt hat. Für einen kurzen Moment schien etwas anderes in ihrem Blickfeld aufzutauchen, es war fast weiß und im Vergleich zu ihr geradezu winzig, schien aber den Mut, oder den Wahnsinn, gehabt zu haben, das Gespann anzugreifen. So schnell wie es gekommen war, war es allerdings auch schon wieder im Nebel verschwunden. Fast zugleich roch sie Blut. DAS kleine Ding hat doch wohl nicht...
Von Panik ergriffen gingen die verbliebenen Pferde durch, rissen sich vom Wagen los und verschwanden im Nebel. Für einen Moment herrschte unheimliche Stille. Raka lauschte gespannt, aber ihr miserables Gehör verriet ihr nichts. Sichtlich angespannt wartete sie darauf, was weiter passieren würde. Ein seltsames, lange verloren geglaubtes Gefühl stieg in ihr hoch: die Hoffnung, nach Hause zurückkehren zu können.
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#4 Beitragvon Eisklaue » Mo 26 Dez, 2011 13:54

Als Eisklaue das erste Pferd erledigt hatte, schrien die Menschen laut auf:"Waaaaaaahhhhh! ein Monster!","Rette sich wer kann!" Der Raptor brüllte die Fuhrleute in die Flucht, während ein Lautes Klopfen zu hören war, dass vom Käfig kam. Die übrigen Pferde schafften sich loszureißen und verschwanden in der Ferne. Er brüllte ihnen noch einmal hinterher. Jetzt konnte er endlich herausfinden was das im Käfig war. Er ging zum Käfig hin und sah das schlangenähnliche Tier, das ihn mit schwarzen Augen ansah.
Es sah so aus wie eine Kobra, die er schon oft auf seinen Reisen gesehen hatte, nur viel größer und mit Flügeln. Ihm fiel ein, dass sie blitzschnell und auch noch giftig waren. Ein kalter Schauer lief ihm über den Rücken Das Ding ist fast viermal so groß wie ich. Vieleicht war das ja doch eine dumme Idee.
Dass wichtigste hatte er aber vergessen, nämlich wie er die riesige Schlange da rauskriegen sollte. Er schaute den massiven Käfig von allen Seiten an und suchte nach Schwachstellen, fand aber nichts. Die einzige Tür war mit einem großen Schloss gesichert, den Schlüssel hatten wohl die Menschen mitgenommen.
Da er sonst keine Idee hatte, fing er an mit dem Insassen zu reden: "Hallo ich bin Eisklaue, ein Raptor, bin hier um dich zu retten! Und wer bist du? Aber noch eine Frage: Wenn ich dich da raushol, fällst du dann über mich her?" Eisklaue kratzte sich nachdenklich am Kopf, "Hast du vielleicht eine Idee wie ich dich da rausbekomme, ich meine du bist hier schon länger als ich..."
Zuletzt geändert von Eisklaue am Mi 28 Dez, 2011 11:10, insgesamt 1-mal geändert.

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#5 Beitragvon Kezune » Di 27 Dez, 2011 10:06

Aus dem Nebel heraus trat ein merkwürdiges Wesen an den Wagen heran. Raka musterte es mit den unergründlichen, schwarzen Augen von oben bis unten. Es war von schneeweißen Federn bedeckt, und war zweifelsohne ein Räuber. Ob der mit auch gefährlich werden kann? überlegte die Schlange. Denn sie hatte erst vor wenigen Stunden ihre alte Haut abgestreift und die glänzende Neue war noch nicht hart, somit war sie verletzlich. Und die beeindruckenden Krallen des Dings würden sicher großen Schaden anrichten. Der andere schien jedoch ähnliche Befürchtungen zu haben, das sah Raka in seinen Augen. Aber da war noch etwas ANDERES...
Die böse Vermutung der Schlange bestätigte sich, als das Wesen einmal um den Käfig herumschlich und jede Einzelheit genau unter die Lupe nahm. Bitte nicht... Als der andere eindeutig ratlos wieder vor ihr stehen blieb, war ihr zumute, als hätte jemand die Tür zu ihrem Gefängnis einen Spalt weit geöffnet und danach gleich wieder zugeschlagen. Das gefiederte Wesen fing an, mit ihr zu sprechen, stellte sich als Eisklaue vor und das er ein Raptor sei. EISklaue? Was für ein seltsamer Name... Und er sei hier um sie zu retten. Och wie rührend.... Als er fragte, ob sie ihn anfallen würde, wenn er die Tür öffnete, grinste die Schlange ganz deutlich in sich hinein. Doch nicht so dumm der Kleine. Als der Raptor seine nächste Frage formulierte, hätte Raka ihn am liebsten gebissen. Stattdessen entschloss sie sich, Eisklaue zu antworten: ~Sehr witzig~ knurrte sie ihn telepatisch an, ~Ob ich einen Weg hier raus kenne? Ja glaubst du dann wäre ich noch hier?!~ Die Schlange gab ein verärgertes Zischen von sich. Typisch. Erst den Helden spielen und dann das Wichtigste vergessen. Die Schlange musste sich sehr beherrschen, um nicht mit ihrer ganzen Wut herauszuplatzen. Immerhin war der Raptor ihre einzige Hoffnung. Leider... ~Ich weiß nicht~ übermittelte sie nun deutlich ruhiger, ~aber schau mal nach vorne, da wo die Weichhäuter (sie meinte damit die Menschen) waren, ich glaube da ist so ne Art Klappe oder Geheimfach oder sowas, hat zumindest immer so gequietscht, vielleicht findest du da was.~
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#6 Beitragvon Eisklaue » Di 27 Dez, 2011 14:08

Während dem Gerspräch sah Eisklaue der Schlange an dass sie kurz vorm explodieren war, weil sie durch die dumme Frage verärgert worden war. Ich bin ja so witzig die muss sich ja nicht gleich so aufregen. Sie sagte dass da wo die Menschen sitzen ein Geheimfach wäre, er solle mal da nachschauen. Er öffnete das hölzerne Fach und fand einen Schlüsselbund mit Zehn Schüsseln.
Er probierte jeden einzelnen durch aber keiner passte ins Schloß. Zu Schade aber auch, haaa haaa. Dann ging er zum erlegten Pferd und sagte während er frass
"Mmmmh das ist ja so lecker, Mmmmmh". Er wolte die Schlange ärgern weil er es liebt andere zu ärgern. Danach überlegte er sich wieder wo ein passender Schlüssel sein könnte. Als ihm aber wieder nichts einfiel aß er genüsslich weiter. Er dachte, dass die Schlange vielleicht hungrig geworden war und es sie sehr ärgern würde wenn er nicht aufhörte. Danach stellte er sich vors Gitter und ärgerte sie indem er mit einem schönen Stück Fleisch außerhalb ihrer Reichweite rumwedelte und sagte:" Das ist ja ein tolles und leckeres Stück Fleisch nur schade dass du nicht hinkommst".
Denn das Ärgern war ihm wichtiger als das Essen. Und er musste sich keine Sorgen machen weil die Schlange eingesperrt war.

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#7 Beitragvon Kezune » Mi 28 Dez, 2011 09:45

Der Raptor schlich nach vorne, das Quietschen war zu hören und dann kam er auch tatsächlich mit mit einem Schlüsselbund wieder zurück. Wie in Zeitlupe schien er sich auf die Tür zuzubewegen. Geht das nicht schneller? Irgendwann kam er dann doch bei der Tür an und machte sich daran zu schaffen. Doch nichts passierte. Das darf doch nicht wahr sein... Betont langsam schritt der Raptor wieder an ihr vorbei und verschwand vor dem Wagen.
Hör ich nicht richtig?! Frisst der da jetzt?! Als die Schlange dann auch noch hörte, wie er und dazu genüsslich vor sich hin laberte, flippte sie langsam aus. ~Hey sag mal, gehts noch??~, fuhr sie den Raptor an. Gleichzeitig hämmerte sie so fest und laut wie irgend möglich gegen die Wagenwand und zischte. Irgendwann wurde ihr jedoch klar, dass so ein Wutausbruch genau das war, was Eisklaue damit erreichen wollte. So riss sich Raka so gut es ging zusammen, verhielt sich still und wartete. Als der Raptor schließlich wiederkam und mit einem Stück Fleisch vor den Gitterstäben herumwedelte, drehte sie sich auf die andere Seite und ignorierte ihn einfach. Als ob ich was mit so nem dämlichen Stück Fleisch anfangen könnte. Sobald ich hier rauskomme, schluck ich dich in einem Stück runter, verdammter Federball. Mal schauen ob du immer noch so ne große Klappe riskierst, wenn meine Zähne in deiner Haut stecken... Raka blinzelte unauffällig eine Träne weg. Falls der sich doch noch irgendwann entschließt, mich hier rauszulassen.

[OT: Bitte noch nicht auf den Schatten reagieren. Den brauch ich noch für was]
Versteckt im Nebel hatte derweil jemand anderes genau die Szene verfolgt. Sterbliche sind ja so amüsant. Der Schatten huschte an einem Baum hoch. Die Zwei sind perfekt. Wollen wir die Sache doch mal ein bisschen beschleunigen. Der Schatten atmete eine dunkle Wolke aus. Diese klumpte sich zusammen, und materialisierte in der Form eines pechschwarzen Schlüssels. Diesen ließ das Wesen zu dem Raptor hinschweben und lautlos neben ihm auf dem Boden landen. Und damit sich der Wurm dann nicht gleich aus dem Staub macht... Die Augen des schattenhaften Wesens leuchteten einen Moment auf. Innerhalb weniger Sekunden verdunkelte sich der Himmel und ein heftiger Platzregen ergoss sich von oben. Zufrieden verkroch sich das Wesen wieder in der Dunkelheit, nahm die Gestalt einer kleinen schwarzen Baumechse an und beobachtete das Geschehen weiter.
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#8 Beitragvon Eisklaue » Mi 28 Dez, 2011 11:09

Eisklaue fühlte sich beobachtet und als er einen Schritt nach hinten machte trat er auf einen Schlüssel. Er wunderte sich: Der war vorhin aber noch nicht da. Wo kommt der auf einmal her? Und was ist das für ein komisches, schwarzes Material? Er hob den Schüssel auf und jetzt fiel ihm ein, dass weil er die Schlange so geärgert
hatte sie dann über ihn herfallen würde um ihre Wut an ihm auszulassen. Er zögerte, entschloss sich aber aufzumachen und dann schnell sich in Sicherheit zu bringen.
Jetzt hab ich es so weit gebracht, ich bring das noch zuende. Plötzlich fing es an wie aus Eimern zu schütten. Und das kurz nach dem er auf den seltsamen Schlüssel getreten war. Was stimmt mt dem Wetter nicht jetzt Regnet es auf einmal, meine Federn sind jetzt ganz nass.
Er ging zum eisernen Schloß und steckte den Schlüssel rein und er passte. Eisklaue drehte ihn langsam und leise herum und das Schloß war offen. Die Schlange hört ja nicht so gut, bis die merkt das die Tür offen ist bin ich schon weg. Mit seinem schnellsten Tempo und so leise wie möglich rannte weit Weg und versteckte sich.
Leider hatte der Nebel sich wieder verzogen und wegen seiner weißen Federn war er auch im dichten Wald leicht zu entdecken. Wieso musste ich nur die Schlange so ärgern, das hab ich jetzt davon. Wenn sie mich jetzt findet schluckt die mich in einem Stück runter. Dann meinte er sarkastisch: Naja dann hab ich wenigstens keinen Stress mehr...

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#9 Beitragvon Kezune » Do 29 Dez, 2011 09:33

Raka lag immer noch eingerollt in dem Wagen und hörte seit einer Weile nur noch den prasselnden Regen auf dem Dach. Warum ist der auf einmal so leise? So gut ignorieren kann ich den doch auch nicht... Schließlich hob sie den Kopf und stellte fest, dass der Raptor verschwunden war. Was zum...? Einen Moment starrte sie ungläubig auf die Käfigtür, die einen Spalt offen stand. Kann das sein? Behutsam schob sie die Tür mit der Schnauze weiter auf, dabei ständig in der Angst, das alles nur zu träumen und jeden Moment wieder aufzuwachen. Draußen regnete es in Strömen. Bin ich eingeschlafen? Vorhin war das Wetter noch gut...

Wie ferngesteuert schob sich die Schlange aus dem Käfig heraus und schaute sich ungläubig um. Das ist doch kein Traum...?! Überglücklich warf sie sich im matschig gewordenen Dreck herum, wie ein übermütiger Schlüpfling, und fühlte sich das erste Mal seit über zehn Jahren froh. Und frei. Als sich ihre Flügel schon so mit Wasser vollgesaugt hatten, dass Raka sie kaum noch anheben konnte, kam sie langsam wieder auf den Boden der Realität zurück. Sie erinnerte sich wieder an den Raptor, der sie geärgert hatte, und fühlte wieder ihre Wut brennen. Du kannst dich nicht vor mir verstecken. Egal wo du bist, ich finde dich. Ich werde dir zeigen, dass sich keiner einen Spaß mit mir erlaubt. Die gespaltene Zunge fuhr im Sekundentakt aus dem Maul der Schlange heraus und nahm die Spur von Eisklaue auf. Na warte...
Raka machte sich zur Verfolgung bereit und versteckte die nassen Flügel in ihren Hauttaschen. Die würden sie sonst bei der Jagd behindern. Hmm, er hat mir etwas wiedergegeben, das ich schon so lange verloren hatte. Die Schlange schüttelte den Kopf, Nein, töten kann ich ihn nicht. Nicht nach dem er mich befreit hat. Aber ich kann ihm unmissverständlich zeigen, dass er sich nicht mit mir anlegen soll.
Lautlos und mit großer Geschwindigkeit verschwand die Schlange im Unterholz, und ignorierte das schwarze Tier, das sie verfolgte. Wenngleich durch den Regen erschwert, roch sie, dass ihr Ziel immer näher kam. Gleich hab ich dich...

Im Gebüsch versteckt, sah sie schließlich die weißen Federn. Hab ich dich... Und noch bevor der Raptor reagieren konnte, hatte sie blitzschnell zugebissen. Möge dir das eine Lehre sein. Beim nächsten Mal setze ich mein Gift ein. Und dann schluck ich dich wirklich in einem Stück runter, auch wenn du noch so grässlich schmeckst. Dann richtete sie sich vor ihm auf.~Na, überrascht mich wiederzusehen?~
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#10 Beitragvon Eisklaue » Do 29 Dez, 2011 11:59

Auf einmal hörte Eisklaue ein Rascheln und kurz danach spürte er den blitzschnellen Biss der Schlange, war zu Tode erschrocken und dachte sich: Das wars jetzt bin ich tot, obwohl ich sie befreit habe. Als nach längerer Zeit immer noch nichts passiert war, fragte er die schlange ängstlich:" Braucht dein Gift immer so lange bis es Wirkt? Bis dahin wäre die Beute über alle Berge bis das Gift endlich zum wirken anfängt. Dann brauchst du ja ewig bis du die findest und dann hat sie sich bestimmt jemand anderes Geschnappt." Er dachte sich Na wenigstens hab ich noch gutes getan bevor ich sterbe. Er fühlte sich aber irgendwie ganz normal, wenn man die Bissspuren am Hintern mal weglies.
"Geh ich mal schlafe bis das Gift ENDLICH zu wirken anfängt. Dass dauert ja ewigkeiten. Was ist das für ein Gift das funktioniert nicht mal." Er bemerkte wie die Schlange zum Grinsen anfing und fragte wütend:"WAS GIBTS DA ZUM LACHEN DU WURM!?"

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#11 Beitragvon Kezune » Do 29 Dez, 2011 12:32

[OT: Weißt du eigentlich schon wie ich heiße? Bin mir nicht ganz sicher...]
Raka starrte den ängstlichen Raptor eine Weile an. Als er sie dann auch noch anbrüllte, konnte sie sich vor lachen kaum noch halten. ~Was so witzig ist? DU natürlich! Hast du`s wirklich so eilig draufzugehen?~ antwortete die Schlange und grinste. Hat ja noch viel besser geklappt als erhofft. ~Tja, dann muss ich dich leider enttäuschen. Für so nen einfachen Denkzettel war mir mein Gift zu schade.~ Sie grinste noch breiter. ~Und um deine nächste Frage zu beantworten: WENN ich dich wirklich vergiftet hätte, würdest du jetzt keinen Muskel mehr bewegen können. Und ich wäre warscheinlich schon dabei, dich runterzuschlucken.~
Irgendwann hatte sich ihr Lachanfall wieder beruhigt. Deutlich ernster fuhr sie nun fort: ~Glaub mir, zuerst wollte ich dich auch nur zu gerne erledigen. Und ich bin mir sicher, dass du das auch gewusst hast. Und trotz all dem hast du mich trotzdem rausgelassen.~ Sie blickte ihm tief in die Augen. ~Du hast mir meine Freiheit wiedergegeben. Und dafür danke ich dir, von ganzem Herzen.~

Dem Schatten wurde das Gespräch langsam zu öde. Pah, Sterbliche. ich hab besseres zu tun, als mir das hier anzutun. Plötzlich fuhr ein eisiger Windhauch durch die Blätter des Baumes, in dem er sich verkrochen hatte. Das Wesen erschauderte. Gut, ich werde warten.
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#12 Beitragvon Eisklaue » Do 29 Dez, 2011 13:22

[OT: Hey mach mal langsamer ich komm kaum hinterher]
"WAS ich sterbe gar nicht jetzt hab ich mich schon damit abgefunden und jetzt passiert nicht mal was!?!" Antwortete Eisklaue erstaunt nach dem ihm die Schlage gesagt hat dass er nicht vergiftet wurde. "Wie heißt du Schlange eigentlich? Meinen Name kennst du ja schon." Dann fragte er:"Hast du eigenlich irgendwelche Ziele die du verfolgen möchtest? Ich würde nämlich gerne mit dir auf Reisen gehen, aber nur wenn du nicht dagegen hast?" Der Raptor spürte einen kalten Wind und fühlte sich wieder von etwas beobachtet. Er fragte die Schlange:" Fühlst du dich auch beobachtet?"

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#13 Beitragvon Kezune » Fr 30 Dez, 2011 13:41

[OT:Ja, sorry ^^' ]
~So wie du dich anhörst, glaub ich ja fast du WILLST unbedingt draufgehen.~ meinte Raka schließlich. ~Wenn du unbedingt drauf bestehst will ich mal nicht so sein...~ Die Schlange öffnete ihr Maul und zeigte die Zähne. Dann schnappte sie urplötzlich in Richtung des Raptors und beobachtete erfreut seine Reaktion. Jetzt drehen wir den Spieß mal um, dachte sie sich dabei.
~Ach ja, ich bin übrigens Raka.~ Eisklaues nächste Frage überraschte sie. ~Mein Ziel,~ sie seufzte kurz,~ist es nach Hause zu kommen. Aber ich frag gar nicht erst. So wie du aussiehst, kannst du mir dabei eh nicht weiterhelfen.~ Obwohl... Die Schlange kam ins Grübeln. Vielleicht ergibt sich ja was. Ich stecke hier in einer unbekannten Welt
fest, hab keine Ahnung von allem. Vielleicht, ja, vielleicht fällt uns ja zusammen was ein. Und wenn er mich aufregt, hab ich gleich ne frische Mahlzeit in Reichweite.
Und insgeheim freute sie sich, dass sie nicht mehr alleine war. Raka versuchte so gut es ging, ihre Unsicherheit zu vebergen. ~Okay, wir können eine Zeit lang zusammen reisen. Aber wehe wenn du mich noch mal so ärgerst!~ Die Schlange zuckte zusammen.
Ein eiskalter Wind hatte sie gestreift. ~Jetzt wo du`s sagst... Irgendwas stimmt hier nicht.~
Um das Thema zu wechseln begann sie schließlich: ~Ich rieche, dass sich in der Nähe Wasser befindet. Schauen wir uns das mal an?~ Ich will hier weg... Nur raus aus dem Wald...

Mist, sie fangen an, Verdacht zu schöpfen. Ich muss besser aufpassen. Der Schatten fing erneut an, seine Gestalt zu verändern...


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Zuletzt geändert von Kezune am So 01 Jan, 2012 13:44, insgesamt 1-mal geändert.
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#14 Beitragvon Eisklaue » Sa 31 Dez, 2011 14:17

Als die Schlange irgendwas mit 'da will ich nicht so sein' sagte, schnappte sie nach Eisklaue der darauf hin zurückschreckte. Wütend schrie er zurück:"HALLO! Gehts dir noch gut, jetzt willst du mich essen, von dem Pferd ist noch genug übrig sogar für dich!" Nachdem er sich wieder beruhigt hatte fragte er:"Also du willst nach Hause wie, wo ist den dein Zuhause eigentlich? Wiso schau ich den so aus als ob ich dir nicht helfen könnte? Also ich darf dich jetzt begleiten?" Na ja die kann man ja Ärgern oder als ablenkung verwenden. Die Warnung ist mir egal ich muss nur schneller sein.
Als die Schlange dann sagte das sie Wasser rieche antwortete er:"Wie kann mann Wasser riechen? So gut kann nicht mal ich. In der Nähe liegt der Kristallsee in der Mitte der Insel. Du magst den Wald woll nicht, wie?" Kein Wunder dass die mich so schnell gefunden hat. "Ich erzähl dir mal was von dem See: Das Wasser von ihm ist Kristallklar. Und auf der Insel leben Drachen, wenn du einem begegnest versuch dich zu verstecken, die sind nämlich wenn sie wütend sind sehr gefährlich!" Da musste Eisklaue an was denken, was ihm als kleiner Raptor erzählt wurde Dass Raptoren die auf einen Berg von einem Drache rauf gehen nie zurückkommen
Jedesmal wenn er daran denken musste lief es ihm kalt den Rücken runter. Als letztes fragte er leise:"Weißt du was uns da beobachten könnte?"

[Weiter gehts am Kristallsee]


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