Der Trip
"Jetzt gehts ab!" Die Musik ertönte aus den Autolautsprechern.
Der Schlüssel ließ den Motor brummen und mein Freund legte den
ersten Gang ein. "Vegas wir kommen!" rief ich. Ron hatte sich den Wagen seines Vaters ausgeliehen. Ich glaube, dass er ursprünglich dagegen war, aber ich fragte einfach nicht. Das konnte ich meinem Gewissen nicht antun. Die Stadt der Städte lag etwa 2 Stunden Autofahrt entfernt und über einen, vor einem Jahr gesperrten Highway konnte man noch eine halbe Stunde Fahrzeit einsparen. Es gab keine Staus oder ähnliches das uns hätte aufhalten können. Nach einer Stunde durchbrachen wir die Holzabsperrung und sahen, dass der Highway hier und da schon zugewachsen war. Langsam zog Nebel auf und die Straße schlängelte sich durch die Einöde, vorbei an alten Rast- und Werkstätten. Ron gab Gas, der Nebel wurde immer dichter.
Plötzlich tauchten Lichter hinter uns auf! 20 Minuten auf dem Highway waren bereits geschafft und nun versuchte uns ein schwarzer Pickup von der Straße zu drängen. Er rammte immer wieder mit der Stoßstange unseren PKW, dann überholte er langsam. Ron gab noch mehr Gas, versuchte Verzweifelt vor den Pickup zu gelangen, doch er war schneller. Dann ein lautes Krachen. Wir wurden seitlich in den zugewachsenen Straßengraben gedrängt. Ein zweites Krachen, Ronan verlor die Kontrolle und unser Auto überschlug sich.
Ich fand mich in Ronans Zimmer auf dem Fußboden wieder. "Komm Alter! Auf nach Vegas du Schlafmütze!" Ich log. Ich wusste nicht was ich sonst hätte tun sollen nach diesem Albtraum. Mir wäre leider übel gewesen. Ronan allerdings machte sich wütend auf den Weg. Alleine.
Ich erzählte niemandem von meinem Traum. Nicht Ronans Eltern und nicht meinen eigenen und am nächsten Tag las ich Zuhause die Zeitung. Besonders ein Artikel schockierte mich. Die Schlagzeile lautete:
"Teenager auf gesperrtem Highway tödlich verunglückt".
Der Trip
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Grüßle Leu