Die Schule des Lebens

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Die Schule des Lebens

#1 Beitragvon Leundra » Mo 07 Jul, 2008 22:42

Nachdem Drake mit seiner Geschichte angefangen hat, ist in mir die Lust aufgestiegen, die Geschichte der Brüder Reius und Keiron doch einmal aufzuschreiben. Seit langem spuck mir das schon im Kopf herum und einige Charactere dürften auch aus RPGs bekannt sein ^^

Hab mich jetzt mal an das erste Kapitel dran gemacht, das eigentlich noch gar nicht so vielsagend ist, aber das wird noch. Meine Befürchtung ist nur, das das ganze etwas zu kindisch rüber kommen könnte, da wie gesagt die Story schon alt ist und ich bereits vor einigen Jahren damit begonnen habe sie weiter zu spinnen.

Noja lests mal durch und sagt was ihr so auf den ersten Schlag denkt. ^^



Das neue Schuljahr

„Liebe Dorothy, heute Morgen um 6 Uhr ist meiner Mama nach den wundervollen zwei Wochen, in denen sie mich besuchte, nach Hause gereist. Am Abend davor gab es noch ein großes Fest mit einem großen Lagerfeuer und einem bunten Feuerwerk am Schluss. Ich hatte ganz vergessen, wie sehr ich mich nach meiner Mama gesehnt hatte und obwohl ich nicht weinte als sie mit den anderen Eltern wieder durch das Portal ging, merke ich doch nun wieder umso mehr, das ich viel lieber wieder bei ihr und Kathy daheim wäre und mit meinen Freunden auf eine normale Schule gehen würde. Doch das wird sich sicher bald wieder legen, so wie auch letztes Jahr nach den Ferien. Übermorgen fängt wieder der Unterricht an, endlich bin ich auf dem 3. Rang und…“ Sara stockte beim Schreiben, legte ihren Füllfederhalter auf ihr Kissen und lauschte. Außer dem gleichmäßigen Atmen der Zwillinge und Lisa konnte sie nichts hören. Seit Stunden war das kleine achtjährige Mädchen die einzige im Schlafraum die wach war. Langsam drehte Sara ihren Kopf nach rechts um wieder einmal nur ein leeres Bett mit zerzausten Decken zu erblicken, über dem, im oberen Geschoss des Doppelbettes Lisa schlief. Draußen war es bereits am dämmern und die wenigen Vögel, die sich in dieses kleine Tal verirrt hatten, sangen ein zögerliches Lied, welches wohl den Sommer verabschieden sollte, der nahezu das ganze Jahr auf diesem Planeten regierte. Nagu war nämlich ein kleiner Planet, dessen größte Oberfläche ausschließlich von Sanddünen überzogen war. Das Tal in dem sich Saras Schule befand war eine der wenigen von Bergen geschützten Oasen, in denen Leben geschützt heranwachsen konnte ohne dabei von allzu großer Hitze und Sandstürmen gemartert zu werden. Zudem befand sich in gut 500m Höhe über dem tiefsten Punk des Tales eine dünne Barriere, die von der Direktorin Marchena Kalarf, die eigentlich jeder nur den „Chef“ nannte und einigen anderen Lehrern vor vielen Jahren errichtet worden war, damit auch niemand uneingeladenes herein, kein vorwitziger Schüler heraus gelangen konnte und die Sonnenstrahlung sich nicht zu stark in diesem Trichter, den die Berge formten, bündeln könne. Das einzige Zeichen, des heranrückenden Winters waren die herabfallenden Blätter der Laubbäume, die immer noch nicht wussten, das es in einer Wüste keinen Schnee und sonnenlose Tage gab.

Sara klappte ihr rotes, mit goldenen Fäden verziertes Tagebuch, das sie Dorothy nannte („dore“ bedeutet in Saras Muttersprache „rot“) sorgsam zu, versteckte es wieder unter ihrem Kissen und drehte sich in ihrem Bett um, so das sie nun auf dem Rücken lag. Sie war sich ganz sicher etwas gehört zu haben. Geräuschlos schob sie ihre dunkelbraunen Locken aus dem rundlichen Gesicht bis sie mit einem mal bemerkte, das die eigentlich harte, da betonierte Wand an dem ihr Bett befestigt war, auf einmal unförmig wirkte und an zwei kleinen Stellen Wellen erzeugte. Aus den Wellen heraus drangen, wie aus der Wasseroberfläche auftauchende, zierliche schmale Hände, die nach Sara griffen. Als sie diese Hände vor zwei Jahren das erste Mal so hatte erscheinen sehen, hatte sie mit ihrem hohen Schrei den gesamten Gebäudekomplex der Mädchen aufgeweckt und für viel Trubel gesorgt. Doch nun war ihr morgendliches Weckkommando zur reinen Routine geworden. Herzhaft griff sie nach den Händen und zog daran, bis diese mitsamt dem Rest von Sebbeths Körper durch die Wand hindurch gerutscht waren und nun neben Sara noch ein zweites Mädchen mit extrem heller Haut, kurzen silbrigen Haaren und großen roten Augen saß und sie mit ihrem schönen Lächeln begrüßte. „Du kommst viel zu spät Seb“ grinste Sara ihre Freundin an. „Ich bin schon eine halbe Ewigkeit wach“. „Hättest ja mal klopfen können, dann wäre ich früher gekommen, meine Nacht war auch recht kurz“ antwortete Sebbeth etwas träge und kuschelte sich zu Sara unter die Decke. Sebbeth war eine weiße Luftelementar, die wie viele andere Luftwesen, auch wenn die Arten gar nicht miteinander verwandt waren, ähnliche Fähigkeiten aufwiesen. So waren die meisten vom Körperbau sehr zierlich doch konnten sie dafür sehr schnell laufen und weit springen. Sebbeth gehörte dazu noch zu den wenigen Exemplaren, die die Brücken zwischen ihren Molekülen auflösen konnte und so durch viele Stoffe hindurchgelangen konnte.
„Ich wollte doch keinen we…“ weiter kam Sara mit ihrer Antwort nicht, da in diesem Augenblick draußen zwei Paar Füße den Gang entlang trampelten und immer lauter wurden. Wenige Sekunden später riss Osiris die Tür in den Schlafraum auf und wankte verschlafen und mit tiefen Augenringen auf das leere Bett zu, das gegenüber von Saras stand. Gleich dahinter kam eine der älteren Schülerinnen hinein, die Sara nur vom sehen kannte. Diese sprang leichtfüßig über Osiris Schultern direkt in Lisas Bett und weckte diese damit ruppig aus ihren Träumen. „Neue Schüler sind grad angekommen“ flötete sie lauthals mit ihrer dunklen Stimme durch den Raum womit dann auch die fünfjährigen Zwillinge Jin und Jan vollends aus dem Schlaf gerissen wurden. Diese folgten kurz darauf mit genauso viel Elan aber weniger Eleganz der Schülerin in Lisas Bett, welche nur ein leises murren von sich gab und verzweifelt versuchte die Decke wieder über ihren Kopf zu ziehen. „Ja und? Was sind das denn für welche?“ „Sind es Jungs?“ „Wie sehen sie aus?“ „Warum jetzt schon?“ fragten die Zwillinge durcheinander. „Klettert runter und schaut durchs Fenster! Bis eben standen sie noch auf dem Hof“ antwortete das ältere Mädchen und sprang wieder hinab. Sara beobachtete, wie zuerst das Mädchen, dann die Zwillinge und zuletzt auch Sebbeth sich an das Fenster drückten um erste Blicke zu erhaschen. Eigentlich hätten die Neuankömmlinge für das erste Jahr erst in einer Woche kommen sollen und für gewöhnlich ließ der Chef auch keine weiteren Schüler mehr zu nachdem die Auswahl getroffen war.

Sara beobachtete die vier Mädchen während sie so da am Fenster standen. Die Ältere, deren Namen sie nicht kannte, genauso wie die beiden Zwillinge gehörten zu den Erdkatzen. In Wirklichkeit waren es große zottige Raubkatzen, die aber, aus Gründen die sich Sara noch verschlossen, die Fähigkeit hatten menschenähnliche Gestalt anzunehmen, was sie auch bevorzugt nutzen. Ausschließlich ein kurzes Fell, Schwanz, Pupillen und Katzenohren erinnerten noch an ihre wahre Gestallt. Die Erdkatzen gehörten genauso wir Saras Art, die sich Mensch nannte, zu den Erdeelementaren. Zu dieser Rubrik gehörte eigentlich fast alles, was nicht fliegen konnte, bevorzugt auf dem Land lebte und in manchen Fällen in der Lage war, die Stimme der Erde zu hören. Sara gehörte zu den wenigen die diese Stimme hören konnte, doch für sie war es immer nur vergleichbar mit dem leichten Plätschern eines Baches. Hin und wieder hatten sich mal Worte daraus geformt aber nur selten hatten sie Sinn ergeben.

„Hey, das sind ja wirklich Jungs!“ „Glaubst du echt? Der kleinere hat ziemlich lange Haare.“ „Doch ich denk schon“, schnatterten die Zwillinge hin und her, was Sara nun auch neugierig machte. Nachdem sie ich einen Ausguck frei gedrängelt hatte, konnte sie nun auch den Hof beobachten.
Als erstes fiel ihr der große braune Drache auf, der am anderen Ende des Hofs, kurz vor dem Brunnen hockte und das vor sich geschehende beobachtete. Das Morgenrot tauchte die ganze Szene in ein oranges Licht und ließ die Schuppen des geflügelten Wesens glitzern. Sara sah täglich Drachen, ja sie hatte sogar einige im Unterricht und just in diesem Moment stand ja eine in der Gestalt von Sebbeth neben ihr. Doch die meisten waren so wie die Erdkatzen inaktiv, zeigten sich also in einem fast gänzlich menschlichem Antlitz. Die wenigen hier lebenden Drachen, die entweder noch zu jung und unerfahren oder einfach zu unbegabt waren um ihre Gestalt zu ändern (denn diese Fähigkeit bedurfte für gewöhnlich vieler Jahre Übung) schliefen momentan noch auf der Anhöhe, die sich etwas entfernt auf der anderen Seite des Gebäudes befand. Der Größte dieser Jungdrachen war gerade mal drei Meter hoch wenn er sich streckte und er war definitiv ein Witz gegen das stolze Wesen das sich vor ihr zeigte.

Vor dem Drachen konnte Sara mit zusammengekniffenen Augen eine ältere Dame erkennen die neben sich zwei kleine Gestallten stehen hatte. Die etwas größere von den beiden, schien genauso wie Sebbeth weißes Haar zu haben, jedoch war es noch ein ganzes Stück kürzer als die ohnehin schon kurze Frisur ihrer Freundin. Die kleinere Gestalt hatte knallrotes Haar, das wie Unkraut kreuz und quer auf dem Kopf zu wachsen schien. Ihnen gegenüber waren der Chef und Meister Korum, der Mathe und Heilmagie in Saras Klasse unterrichtete und der stellvertretende Direktor der Schule war.

Kurz nachdem sich Sara den ersten Eindruck hatte verschaffen können setzten sich die kleinen entfernten Figuren in Bewegung in Richtung des Hauptgebäudes. Der Drache indes stand auf und trottete gemütlich auf die Unterkünfte der Schüler zu um dann bald hinter der Mauer und damit aus dem Sichtfeld der Mädchen zu verschwinden. Hektik breitete sich in dem kleinen Schlafraum aus. Außer Osiris, die wohl wieder die Nacht bei ihrem kleinen Bruder verbrachte hatte, damit dieser schlafen kann und Lisa, die noch bis spät gefeiert hatte, klaubten die Mädchen alle schnell ihre Kleidungsstücke zusammen und machten sich auf den Weg in das Hauptgebäude um in der Aula ihr Frühstück zu sich zu nehmen. Dabei war jedoch offensichtlich, dass sie ausschließlich die Neuen mal von nahem sehen wollten.
Zuletzt geändert von Leundra am Mo 04 Aug, 2008 18:08, insgesamt 3-mal geändert.
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#2 Beitragvon Ragnorena » Di 08 Jul, 2008 07:21

Auf den ersten Schlag? PAFF!!!!!

Ne, ich find es interessant, liest sich alles flüssig herunter.... meeeeehr! :D
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#3 Beitragvon Magan » Di 08 Jul, 2008 10:29

So dann gebe ich mal meinen Sempf ab *g*.

Also mir ist was kleines am Anfang aufgefallen:
Am Abend davor gab es noch ein großes Fest mit einem großen Lagerfeuer und einem bunten Feuerwerk am Schluss. Ich hatte ganz vergessen, wie sehr ich mich nach meiner Mama gesehnt hatte und obwohl ich nicht geweinte als sie mit den anderen Eltern wieder durch das Portal ging,
Du meinst sicher nicht "geweinte". Da hast du dich doch eher verschrieben oder?


Was ich mit bei deiner Geschichte wünschen würde wäre eine bessere Beschreibung der Protagonisten. Ich habe die Geschichte noch ein zweites mal durchgesucht, aber ich finde keine Beschreibung des Aussehens von Sara. Auch finde ich keine Beschreibung von der Welt und dem Hintergrund in dem die Geschichte spielt (was sind Luftelementare genau? Was gibst es noch für Wesen? In welcher Zeit spielt es?). Es kann auch sein das ich einfach nur Blind geworden bin lol .

Sonst finde ich die Geschichte klasse. Bin gespannt wie es weitergehen wird.
*auf Fortsetzung wartet*
:mag:
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#4 Beitragvon Ragnorena » Di 08 Jul, 2008 12:48

@Maggi

Es ist ja auch erst der Anfang oder? Wie bei Drakes Geschichte übrigens auch, man muss ja nicht zu Anfang gleich ne vollumfassende Charakterbeschreibung haben usw....
Ich denke wenn Leuni die Geschichte fortsetzt bleibt noch genügend Zeit, alles zu beschreiben. Irgendwie find ich es auch interessanter, wenn man nicht immer gleich alles weiss. :)

@Mods

Wenn jemand von euch so freundlich wär den Doppelpost zu löschen.... ^^
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#5 Beitragvon Magan » Di 08 Jul, 2008 12:52

@Raggi:

Du ich sage nur was ich mir Wünschen würde. Und eine gute Beschreibung ist am Anfang einer Geschichte für die Vorstellungskraft immer gut. Nicht umsonst gibt es in vielen Büchern genau so eine Einführung. Das musst auch du zugeben *knuff*.
Sicherlich kann man es auch später schreiben, aber so ist nun einmal meine Meinung ^^.
:mag:
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#6 Beitragvon Leundra » Di 08 Jul, 2008 17:15

Ich hatte mir überlegt ob ich gleich zu Beginn eine genaue Erklärung machen soll oder wenigstens für die Arten Sternchen anbringen und in Fußzeilen erklären soll, aber wie gesagt ist das wirklich erst der Anfang. Nur eine kleine Einführung, damit der Leser weiß das wir uns auf einem recht verlassenen Fleckchen befinden und mitten drin eine Schule. Was das für eine Art Schule ist wird erst den Neulingen im Rektorat erklärt und auf die Leute werd ich noch genauer eingehen. Zudem habe ich bereits einige Infos fallen gelassen, man muss ja net immer mit einer Flut anmarschieren :P
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#7 Beitragvon Moonie » Di 08 Jul, 2008 18:46

wow deine geschichte ist gut geschrieben und sagt schon so einiges aus. hast es gut überdacht, denn der leser soll nun auch wieder nicht gleich zu anfang mit so vielen infos zugeschüttet werden ;) wann gibt's eine fortsetzung? würd gern noch mehr über die geschichte erfahren :)

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#8 Beitragvon Leundra » Di 08 Jul, 2008 19:14

Dankeschön! =3
Die Fortsetzung steckt schon lang in meinem Kopf fest nur hab ich leider grad viel Stress in der Ausbildung (und müsste eigentlich an meiner Präsentation arbeiten, sonst beißt mir meine Ausbilderin morgen den Kopf ab) aber morgen Abend werd ich mich an den zweiten Teil machen. ^^
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#9 Beitragvon Tilondrion » Di 08 Jul, 2008 20:06

Ein sehr guter Anfang für eine Geschichte. Die Infos sind sorgfältig ausgewählt und du fällst nicht gleich mit der Tür ins Haus. Ich kann mir relativ gut vorstellen wie es da aussieht wo Sara ist. Etwas überrumpelt bin ich von den vielen verschiedenen Charakteren. Ich musste manchmal zurückgehen um nachzulesen wer nun genau wer ist. Dass du gewisse Infos zurückhält tut der Geschichte gut, das macht nämlich neugierig. Sehr schön sind die verschiedenen Fantasyfiguren die du eingebaut hast und die kreativen Ideen.
An der Stilistik habe ich eigentlich nichts auszusetzen. Du schreibst farbig und abwechslungsreich. Auch die Wortwahl passt gut.
Eine kleine Korrektur hätte ich noch. Schreib doch statt zermartert, gemartert. Ich finde so fügt sich das Wort besser in den Satz ein.
Im ersten Satz ist noch ein Fallfehler. Aber sonst ist die Geschichte sehr gut geschreiben und ich freue mich auf eine interessante Fortsetzung.

@Raggi, Wunsch erfüllt ;)
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#10 Beitragvon Leundra » Mo 04 Aug, 2008 21:41

Ich hab mich jetzt mal an den nächsten Teil dran gemacht, eigentlich wollt ich den schnall abgehackt haben und weiter kommen, aber ich hab doch einige Pausen einlegen müssen... ich hoffe es gefällt euch auch weiterhin, falls es noch Tipps zur formulierung gibt, bitte raus damit, ich weiß das ich da noch viel zu üben hab ^^'





Ein neues Leben

Reius presste seine bibbernden Zähne fest aufeinander. Er hatte geglaubt, das es sowohl Nachts als auch Tagsüber in einer Wüste warm wäre, doch nun wurde er eines besseren belehrt. Seine kleinen Finger umklammerten fest die Hand seines großen Bruders, der mit seinen kalten blauen Augen und strenger Miene den Gesprächen der Erwachsenen folgte. Ängstlich aber schwer darauf bedacht, seine Gefühle nicht zu zeigen drehte Reius seinen Kopf hin und her und versuchte durch seine langen zotteligen Haare, die weit in sein Gesicht ragten die ersten Eindrücke seiner neuen Heimat aufzunehmen. Das Licht der aufgehenden Sonne färbte das Tal in ein tiefes Rot und auch wenn er durch den morgendlichen Nebelschleier noch nicht weit sehen konnte so fiel sein Blick zunächst auf das große alte Gemäuer, das sich einige Meter vor ihnen auftat. Rote Backsteine türmten sich aufeinander und formten eine von wenigen Fenstern unterbrochene Mauer, die an beiden Seiten von kleinen Türmchen gekrönt wurde. Es wirkte so streng und fremd wie die Leute, die sie bei der Landung empfangen und begrüßt hatte und die jetzt mit gedämpften Stimmen mit Tante Magreth diskutierten.

Tante Margreth war eigentlich gar nicht ihre Tante, sie verlangte nur von den beiden Jungen so genannt zu werden. Die ältere Dame, die Reius nach ihrem Aussehen auf die sechzig schätzte, hätte es sich bei ihr um einen Menschen gehandelt, war drei Tage nachdem er und sein Bruder Keiron den Blut überströmten leblosen Körper ihrer älteren Schwester Schaehra vor ihrer Höhle vorgefunden hatten, auf einmal aus dem nichts mit leeren Koffern vor ihrem Tor erschienen. Margreth trat einfach durch die offen stehende Pforte und setzte sich zu den beiden Kindern, die verdreckt und Tränen überströmt auf dem alten Sofa saßen. Beide waren immer noch perplex und gerade erst dabei zu begreifen, was geschehen war. „Ihr könnt hier nicht mehr bleiben, bitte packt eure Sachen und folgt mir“ hatte sie langsam mit ruhiger Stimme gesagt und den beiden einen traurigen warmen Blick zugeworfen. Reius verstand das damals nicht. Wie konnte eine wildfremde Frau es einfach wagen nach dem was geschehen war sie einfach von hier, ihrem Zuhause, wegzureißen?
Doch Keiron blickte die Frau nur einige Sekunden in die bernsteinfarbenen Augen, dann stand er auf, klopfte sich kurz seine schmutziges Hemd aus, nahm die Koffer und deutete seinem Bruder mit einem Kopfnicken an ihm zu folgen, was den kleinen Jungen nur noch mehr verwirrte. Dies schien wieder einer dieser Momente gewesen zu sein, die nur Drachen verstanden, hatte er damals bei sich gedacht und war seinem Bruder wortlos über die stählerne alte Wendeltreppe hinauf auf die Galerie im ersten Stock gefolgt. Immer wieder hatte es diese kurzen Momente gegeben, bei denen sich seine älteren Geschwister nur für einen winzigen Augenblick hatten ansehen müssen und sofort wussten beide was sie in der jeweiligen Situation zu tun hatten. Reius beneidete sie um diese Gabe, die ihm so mysteriös und magisch vorkam. Doch er hasste sie auch, weil er sich durch sie ausgeschlossen fühlte. Immerhin gehörte er doch zur Familie, die beiden Leute die ihm das meiste auf der Welt bedeuteten, hatten eine tiefe Verbindung, die er niemals mit ihnen hätte teilen können. Das war ihm bereits sehr früh klar geworden, doch nie hatte einer seiner weißhaarigen Geschwister, die wie Zwillinge ausgesehen hätten, wäre Keiron nicht wesentlich jünger als seine Schwester gewesen, sich irgendwie anmerken lassen, das Reius nicht dazugehören würde. Denn obwohl Schaehra in ihrer menschlichen Gestalt wie eine hübsche, groß gewachsene junge Dame von höchstens 25 Jahren aussah, so hatte sie einst Reius, der des Nachts nicht hatte einschlafen können und deshalb in ihr Bett gekrochen war erzählt, das sie aus einem früheren Gelege als Keiron geschlüpft war und bereits über 60 Jahre alt war. Zwar wurden Drachenjungen im Gegensatz zu den meisten anderen Wesen mit Verstand geboren und mussten diesen nicht erst entwickeln, doch die körperliche und auch seelische Entwicklung benötigte weitaus mehr Zeit, was sie gut verschmerzen konnten, wenn man bedachte, das weiße Drachen mit Leichtigkeit an die 10.000 Jahre alt wurden.

Endlich am Ende der Treppe angekommen, schaute er über das Geländer noch einmal hinab in die Halle in der er nun die sechs schönsten Jahre, denn an etwas anderes davor konnte er sich nicht erinnern, verbracht hatte. Alles was sich in dem Raum befand erinnerte an seine Schwester: die hohen Bücherregale, die bis oben hin gefüllt waren mit den seltsamsten Büchern, deren Inhalt ihm oft wie gemalte Bilder vorkamen, dessen Motiv er nicht erkennen konnte. Schaehra hatte sie alle zusammengetragen und war fast jeden Abend begeistert mit einem neuen Stapel erschienen. Sie hatte ihren Brüdern jedes einzelne gezeigt und voller Stolz beschrieben, wo sie es gefunden hatte und was der Inhalt war.
Die vielen Duftkerzen und Edelsteine, mit denen sie gespielt hatten, sowie die alten Möbel, die sie gemeinsam kauften, nur weil Reius damals die Farben schön gefunden hatte. Sogar die Luft war noch von Schaehras Parfum erfüllt und bei diesem Gedanken füllten sich Reius Augen bei jedem Atemzug mehr mit Tränen. Wie hatte das nur geschehen können? Wie hatte jemand nur seine geliebte Schaehra auf so schreckliche Weise von ihm wegnehmen können?

Der Tag, an dem sich alles ändern sollte, begann eigentlich genauso schön wie die davor. Nach einem ausgiebigen Frühstück, Reius hatte Toast mit Marmelade gegessen, während seine Geschwister fast wie immer Fleisch zu sich nahmen, was ihm allerdings nicht so wirklich schmecken wollte, waren die beiden Brüder wie an jedem lauwarmen Sommermorgen hinausgeeilt um an den scharfen Klippen entlang, die sich vor ihrer Höhle auftaten Fangen zu spielen. Meistens wurde das Gerenne den beiden dann aber schnell langweilig, weshalb sie wie auch an jenem Tag nach gut einer halben Stunde zurück liefen, sich entkleideten und vor dem Eingang der Höhle in das verwandelten was wirklich unter der Haut der kleinen Jungenkörper steckte. Ein Unwissender, der dieser Veränderung beigewohnt hätte, währe wohl zu dem Irrglauben gelangt, das Monster die Jungen von innen heraus zerfleischen, da zu beginn erst einmal die menschliche Hülle aufplatzte um Platz für die Wahrheit zu schaffen, jedoch tat dies den beiden unter keinen Umständen weh, da ihre menschlichen Körper nur eine Ansammlung von Illusionen und Teilmolekülen ihres wahren Körpers waren.
Reius wusste noch wie er mal wieder neidisch der Verwandelung seines Bruders zugesehen hatte, dessen weiß glitzernden Schuppen nun einen Echsenhaften Körper bedeckten. Keirons tiefblaue Augen waren nun gute zwei Meter vom Boden entfernt und blickten gen Horizont, begierig auf das Kommende harrend. Die Flügel, von denen Keiron insgesamt vier auf seinem Rücken trug, zwei große lange zum Segeln und zwei kleine um schnell die Richtung ändern zu können, zuckten leicht um die Muskeln aufzuwärmen.
Kurz nachdem Keiron in seiner Drachengestallt vor ihm stand, tat es Reius ihm gleich, nur das seine Verwandlung eher eine Verformung war. Es platze nichts auf, es änderte sich nur. Nase wurde zu Schnabel, Finger und Zehen zu Krallen, aus seinem ganzen Körper sprießen kleine rot leuchtende Federn und aus seinem Rücken wuchsen mit einem mal zwei gefiederte Flügel, dessen Federn zu ihrer Spitze hin orange bis gelb gefärbt waren.
So stand nun neben dem stolzen weißen Jungdrachen, eine etwas kleinere bunte Vogelartige Kreatur unter deren Flügeln sich noch Arme mit spitzen gebogenen Krallen befanden.
Im Gegensatz zu seinem älteren Bruder schien Reius wahre Gestalt nicht vollkommen fix zu sein. Oft hatte er, wenn er allein im Wald herumgestreift war, versucht seinen Körper so abzuändern, das er seinen Geschwistern ähnlicher wurde, so er konnte mittlerweile seine rote Federn violett oder gar blau werden lassen, er hatte auch einmal einen grünen Fleck entdeckt, doch nie war auch nur eine Feder seines Federkleides weiß geworden.
Mit seinen großen gelben Augen blickte er seinen Bruder an, Keiron blickte zurück, lächelte und sprang mit einem Satz auf die Klippen zu. „Fang mich wenn du kannst, du Federplüschel“ rief er mit seiner nun viel tiefer gewordenen Stimme, spreizte alle seine Flügel und schoss wie ein Blitz in den Himmel hinauf.
Eilig hechtete Reius seinem Bruder hinterher, stieß sich kurz vor dem Abhang ab und flog hinterher.

Unter seinen Krallen tat sich das riesige türkisfarbene Meer auf, das für ihn unendlich zu sein schien. Weiter und weiter stieg Reius auf um seinem Bruder zu folgen, welcher bereits um die wenigen kleinen Wolken herumtanzte und mit lautem Gebrüll seinen Bruder zum schneller fliegen bewegen wollte. Keiron liebte jede Form des Kräftemessens, ständig gab es Wettflüge, Wettkämpfe um die bessere Luftakrobatik und wer sich am nahesten ans Wasser traute. Reius machte zwar alles mit doch gewinnen tat er so gut wie nie, da er seinen Körper längst nicht so gezielt steuern konnte wie sein Bruder. Besonders das letzte Spiel war ein Graus für Reius, da er eine fürchterliche Angst vor Wasser hatte, in großen Höhen darüber hinweg fliegen war die eine Sache aber knapp über den Wellen versuchen noch halbwegs die Flügel waagerecht zu halten, war ein Ding der Unmöglichkeit für ihn.
Nachdem er beim ersten Mal fast hineingefallen wäre und den ganzen Heimflug lang wie am Spieß geschrieen hatte, hatte es Keiron auch nicht mehr gewagt ihn dazu herauszufordern, wo doch beide wussten, was geschehen wäre, wäre Reius wirklich ins kühle Nass gefallen.

Sie flogen einige Stunden an der Klippe entlang, fingen Vögel um sie gleich danach wieder frei zulassen und versuchten einander zu fangen. Nach einiger Zeit ging Reius jedoch die Puste aus und beide machten sich auf die Heimkehr, zumal es Mittag wurde und die Brüder sich bereits aufs Essen freuten, das Schaehra für sie zubereitete.
Nachdem beide gut die Hälfte der Strecke hinter sich bekommen hatte, wurde Keiron etwas langsamer, verzog das Gesicht und sog tief die Meeresluft in seine Nüstern. „Was ist los?“ fragte Reius verwundert und zog enge Kreise um seinen Bruder, der mittlerweile fast in der Luft stand. „Ich.. weiß nicht genau, ich habe so einen komischen Geruch in der Nase“, antwortete Keiron leise und mit bangem Gesicht. Reius versuchte ebenfalls diesen Geruch wahr zu nehmen, aber seine Nase war einfach nicht gut genug dafür. „Ich glaube wir sollten ganz schnell nach Hause“ rief der ältere Bruder aus, stürzte sich hinab um Geschwindigkeit aufzunehmen und raste in so einem hohen Tempo davon, das der überraschte Reius kaum hinterher kam.

Gut zehn Minuten flitzten die beiden so über die Küste hinweg bis endlich ihre Höhle in Sicht kam. Vor dem Eingang lag Schaehra um, wie es schien sich zu Sonnen, was sie hin und wieder gerne tat. Dabei glitzerte ihr weißes Schuppenkleid in der hoch stehenden Sonne. Als sie jedoch näher kamen erkannten beide entsetzt, dass um ihre große Schwester herum noch mehr glitzerte. Eine frische Blutlache hatte sich um den schlanken großen Körper Schaehras gebildet die zusammengerollt und von den Brüdern weggedreht auf dem Steinboden lag. Keiron entfuhr ein spitzer Schrei; mit einem letzten großen Flügelschlag eilte er zu ihr und landete genau vor der Lache, dicht gefolgt von seinem Bruder, der zitternd und weit weniger elegant wie sein Bruder auf den Boden plumpste und sich am rechten Hauptflügel Keirons festkrallte.
Beide fingen an Schaehra laut beim Namen zu rufen, in der Hoffnung, das sie einfach aufstehen würde und etwas sagen täte, doch es geschah nichts. Dann rannte Keiron direkt durch das langsam trocknende Blut und drückte mit seinem Kopf gegen den Rücken seiner Schwester. Reius umlief die Pfütze und folgte dem langen Körper hoch zum Hals bis hin zum Kopf – der nicht mehr da war wo er hingehörte. Mit weit aufgerissenen Augen fing Reius an zu kreischen. Der hohe grelle Schrei seines Bruders ließ Keiron, der vorher noch den Wundenübersäten Rücken angeschrieen und geschubst hatte, sofort nacheilen.
Einige Meter neben dem Rumpf lag der abgetrennte Kopf Schaehras, der durch die beiden Kinder hindurchblickte. Reius klammerte sich an seinen Bruder und winselte, konnte jedoch den Blick nicht abwenden, während sein Bruder sich keinen Millimeter mehr rühren konnte. Nach den ersten Minuten des nicht fassen Könnens fing Keiron plötzlich an, wutentbrannt zu brüllen. Er riss seine Flügel auf, raste davon und ließ seinen verzweifelten kleinen Bruder zurück. Dieser war nicht mehr in der Lage zu fliegen, jedes seiner Körperteile fühlte sich labbrig und schwach an, doch er rappelte sich ebenfalls auf, wandte sich von seiner toten Schwester ab und fing mit seinen Krallen, die eigentlich gar nicht für das graben geschaffen waren, an ein Grab für sie zu schaufeln. Dabei dachte er nicht nach, kein Gedanke bewegte sich in seinem Hirn, er grub nur weiter. Den ganzen Tag war Reius damit beschäftigt das Loch zu buddeln bis seine Klauen blutig waren, doch er spürte weder Schmerz noch Zorn, mittlerweile hatte sich sogar die Trauer verzogen, er konzentrierte sich nur noch aufs graben.
Als Keiron abends von seiner erfolglosen Suche nach der Kreatur, der ihm seiner Schwester weggenommen hatte wieder heimkehrte, fand er die Leiche genauso vor wie er sie verlassen hatte. Mit einem mal brach in ihm die Trauer durch; das Wissen, das Schaehra nie wieder aufstehen würde, ließ ihn fast wünschen er würde ebenfalls neben ihr liegen in der eigenen Blutlache. Dann dachte er jedoch wieder an Reius. Wo ist er? Mit gebrochener Stimme rief er seinen Bruder aber ohne Antwort zu erhalten.
Erst jetzt entdeckte er das frisch ausgeholte Loch, das neben seiner Schwester im Boden klaffte. Zögerlich ging er darauf zu und entdeckte darin seinen kleinen Bruder. Dieser hockte still vor sich hinstarrend in der Mitte und regte sich nicht. Mehrmals sprach Keiron den Namen seines Bruders aus, bevor dieser sich regte und als dieser dann seinen Kopf hob und ihm direkt in die Augen sah, bekam es Keiron mit der Angst zu tun. Wenn die Augen wahrlich der Spiegel der Seele ist, so hätte der große Bruder in zwei zerborstene Spiegel gesehen. „Nicht von Tieren fressen lassen“, drang eine schwache Stimme aus Reius Schnabel heraus. Keiron nickte zögerlich, sprang ebenfalls in die Grube und half seinem Bruder dabei, das Grab zu vollenden.

An die folgenden Tage konnte oder wollte sich Reius nicht mehr erinnern, erst als die seltsame ältere Frau in langem orangen Rock mit rosa Muster und dem dazu überhaupt nicht passenden roten Strickjäckchen vor ihrem Tor erschienen war, war die Zeit für ihn wieder in Bewegung gekommen. Langsam, fast wie in Zeitlupe hatten sie ihre wenigen Habseligkeiten in die mitgebrachten Koffer gepackt und waren mit ihr durch ein mobiles Gate geschritten. Dieses hatte die Kinder in das Anwesen von Tante Margreth gebracht, indem sie nun die letzten zwei Wochen verbracht hatten bevor sie heute morgen wieder hatten packen müssen.

Reius merkte wie er angestupst wurde. Wie aus dem Schlaf gerissen blickte er sich um und schaute direkt in die strengen Gesichter der beiden ihnen gegenüberstehenden Lehrer. „Ich habe dich gefragt, zu welcher Art du gehörst!“ meinte die Direktorin mit gereiztem Unterton zu Reius, der sich vor der alten Frau am liebsten versteckt hätte. Der Brunnen sprudelte laut mit seiner Fontäne und befeuchtete damit die sie umgebende Luft. Reius Haut juckte als hätten Mücken darauf eine Feier veranstaltet, aber er wagte es nicht sich zu kratzen, genauso wenig wie er ihr eine Antwort geben konnte. „Er ist mein Bruder verdammt noch mal und ich bin ein weißer Drache!“ fauchte Keiron die alte Frau an, die auf diese Antwort hin nur die Augenbrauen hob. Gerne hätte sie dem Gör die Meinung gesagt, doch für eine Konfrontation war der Tag einfach noch zu jung.

„Los, gehen wir ins Direktorat und besprechen alles Weitere. Margreth, ich hoffe du hast einen guten Grund mir hier noch so kurz vor dem Beginn des neuen Schuljahres zwei Kinder aufzuhalsen!“ murrte Marchena und wandte sich wieder dem Hauptgebäude zu.
„Bitte tu mir den Gefallen und warte noch eben an den Hängen auf mich, es wird nicht lange dauern“ meinte Margreth noch zu dem großen Drachen gewandt, der kurz zur Zustimmung nickte und sich entfernte.

Mit großen Augen folgten Margreth und die Kinder den beiden Lehrern in das rote Gebäude.
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#11 Beitragvon Tilondrion » Mo 04 Aug, 2008 22:18

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Schreiben kannst du, das merkt man. Auch wenn ein Satz etwas unvollständig war. Aber das hast du ja schon korrigiert. Ich konnte mich wieder sehr gut in deine Welt versetzen. Auch wenn der Text sehr traurig ist. Die Reaktionen der beiden sind irgendwie sehr logisch. Vorallem die Reaktionen im einzelnen, da kann man schon etwas über den Charakter rauslesen.
Ich brenne darauf die Fortsetzung zu lesen. Die Geschichte hat das Potential richtig gut zu werden.
:wati:
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#12 Beitragvon Scharkaan » Mo 04 Aug, 2008 22:44

Was für einen interessante Story. Man kann sich sehr gut vorstellen was da passiert und das macht eine Story lesenswert. Obwohl die Geschichte etwas traurig ist finde ich die Erzählung bemerkenswert. Bin gespannt wie es weitergeht. ^^
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#13 Beitragvon Temeraire » Di 05 Aug, 2008 18:42

Ich bin sehr beeindruckt Leu :oh: Wenn ich so schreiben könnte... *seufz* Ich kann mir richtige bilder im Kopf machen, wenn ich die Story lese. Bin auch sehr gespannt wie es weiter geht :)
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