Auch Magan überraschte das Portal, dass sich so einfach unter ihm öffnete vollkommen. Die eisige Kälte, die Magan diesmal sogar begrüßte, umfing in als er mit den anderen ins Dazwischen eintauchte. Diese Art des Reisens schien seiner so ähnlich und dennoch bemerkte er unterschiede. Während sie sich im Dazwischen fortbewegten und Magan die vielen Lichter an sich vorbeifliegen sah, erkannte er den unterschied zwischen seiner Reisemethode und dieser. Es war eigentlich ganz simpel, wie er feststellte, er hatte bis jetzt immer ein Ziel gehabt und sich eine Art Tunnel zwischen seinem Start und dem Ziel geschaffen, doch darauf wurde hier mehr oder weniger verzichtet. Als sie sich einem Licht nährten nahm sich Magan vor diese Technik auch auszuprobieren und sich das nächste mal vom Dazwischen leiten zu lassen. Dann verließen sie das Dazwischen durch die den Tunnel. Magan hatte seine Geschwindigkeit unterschätzt und knallte gegen Ragnaroek die gerade irgendetwas mit Layos besprach. Er sprang schnell zu Seite damit die anderen nicht auch noch gegen ihn stießen. Also hat diese Art zu Reisen auch seine Nachteile, mit meiner alten Methode bin ich wenigstens nirgendwo angestoßen, dachte sich Magan, auch wenn ihm diese neue Art zu Reisen irgendwie doch zusagte. „Entschuldige bitte, ich konnte nicht mehr bremsen“, sagte Magan zu Ragnaroek und schaute etwas verlegen zu Boden, er hatte davor noch nie Probleme gehabt seine Geschwindigkeit und seine Gleichgewicht nach solchen Reisen durch Dazwischen zu kontrollieren und er hielt sich deshalb schon für einen Experten was solche Reisen betraf. Luna hatte wieder mal recht gehabt, man wird wenn es um das Dazwischen geht nie Meister. Wieso kann ich nicht einmal voll und ganz auf sie hören, dachte sich Magan, doch so bald darauf verdrängte er alle Gedanken darüber und schaute sich um.
Wenigstens war es hier nicht so heiß, so das auch Magan, genau so wie Ragnaroek, nicht mehr mit Flügeln schlagen musste um sich abzukühlen. Eigentlich erinnerte ihn dieser Planet stark an seinen Heimatplaneten. Soweit es seine Sicht zuließ sah er nur Bäume die sich Kilometerlang in jede Richtung erstreckten. Es schien sich hier um eine friedliche Gegend zu handeln. „Wohin müssen wir?“, fragte Magan Silverdrak, die auf eine bestimmte Richtung wies. Es war sowieso egal wohin sie flogen im Moment sah sowieso jede Richtung gleich grün aus. Er entfaltete sein Flügel und genoss es den Wind zu spüren. Dann stieß er sich mit seinen Hinterbeinen ab und Flog los. Er war auch froh von der Klippe wegzukommen, den mit Leundra wurde es ihm schon langsam zu eng dort. Die anderen schienen sich auch auf den Weg zu machen, jedenfalls merkte Magan das Ragnaroek neben ihm Flog und Layos mittlerweile wieder auf ihrem Rücken saß. „Magan was hat es eigentlich mit den Reisen durch das Dazwischen zu tun, du weißt schon dieses komische Schwarz durch das wir hier her gekommen sind und diesem Portal?“, fragte Ragnaroek Magan interessiert, während sich Layos da lieber raus hielt, er hatte keine Lust solche Reisen öfter zu machen, doch er ante schon was Ragnaroek vor hatte. Magan schaute Ragnaroek kurz an und erklärte ihr was er über das Dazwischen wusste, viel war es nicht, doch er wusste immerhin das nötigste für solche Reisen und wie man sich halbwegs mit dem Dazwischen zufrieden stellte, so das man meistens dort ankam wohin man auch wollte. Nachdem Ragnaroek interessiert zugehört hatte und ihn immer wieder ein paar Fragen gestellt hatte, fragte sie ihn nun frei heraus: „Könntest du mir so was auch beibringen? Also das Reisen durchs Dazwischen und so“. Magan schaute Ragnaroek erstaunt an, er hatte irgendwie nicht mit solch einer Frage gerechnet, aber immerhin war er ja auch daran schuld das sie überhaupt hier war. Er musterte sie mit einem prüfenden magischen Blick und stellte fest das sie eine schwache magische Aura besaß, die verborgene Energie, die in ihr steckte war genau richtig für Reisen im Dazwischen. „Ja ich kann es dir beibringen, die nötigen Vorraussetzungen scheinst du dafür zu haben. Aber ich würde sagen wir warten damit bist wir Zeit und Ruhe dafür haben“, sage Magan. Ragnaroek lächelte und freute sich schon darauf es zu lernen.
Nach einem immer länger werdenden Flug begann Magan sich zu fragen wie und wo sie überhaupt landen sollten. Das Blätterdach der Bäume spannte sich wie ein grüne Decke über den Boden und verhinderte auch den schärfsten Augen einen Blick auf den Boden. Als Magan schon die Hoffnung aufgab je wieder landen zu können, sah er plötzlich eine Lichtung. Sie wie war groß genug das sie alle dort locker Platz fanden und hatte ein ungefähres Kreisrundes ausmaß. Außerdem war es ganz schön uneben und Hügelig. Was auch immer diese Lichtung geschaffen hatte war schon lange fort, den langsam eroberte der Wald sich dieses sonnige Plätzchen wieder. Etwas irritiert von der Form der Lichtung, begann Magan dennoch mit dem Sinkflug. Die Sonne dieses Planeten würde nicht ewig scheinen und er hatte keine Lust ziellos umher zu fliegen ohne genau zu wissen wohin. In der Dunkelheit werden wir sicher keine Landeplatz finden, geschweige irgendeine Spur von diesem Artefakt, dachte sich Magan. Er suchte sich eine flache, kleine Stelle aus auf der er landen konnte. Er war nicht so groß und überließ den anderen den größeren Platz um zu laden. Ragnaroek setzte etwas weiter weg von ihm auf einem genau so kleinen Platz auf. Gestrüpp und Zweige knackten unter seinem Gewicht, doch zum glück war nichts auf den Boden das seine schuppenartige Haut durchringen konnte und ihn damit verletzte. Magan war sich aber jetzt schon sicher, dass er nach diesem Ausflug sein Fell säubern musste. Dann spürte er den Luftzug der von den andern Drachen herrührte, außer bei Seriva und Luarcis, war das knacken der Zweige bei den anderen viel lauter da sie ja wesentlich mehr gewicht besaßen. Magan Krallte sich in den Boden um von dem Wind er durch die Flügel der großen Drachen verursacht wurde nicht weg geschoben zu werden. Die Lichtung bot halt nicht viel Platz um sich weit genug vor den Landewind in Sicherheit zu bringen.
Schon beim Sinkflug hatte Magan gemerkt das die Bäume unglaublich Hoch gewachsen waren. Sie hatten ungefähr Leundras Größe. Doch nun merkte er noch einige seltsame Sachen an diesen Bäumen. Zu aller erst waren die Stämme pechschwarz und ungewöhnlich glatt. Die Stämme auf dem die Sonne viel schienen sogar zu glänzen. Alles in allem schienen die Stämme, obwohl sie relativ dünn waren, ziemlich stark und hart zu sein. Noch eine Besonderheit die Magan sofort auffiel war, dass die Bäume weit auseinander standen. Der leere Raum Zwischen ihnen war breit genug das sie ohne Probleme durchlaufen hätten können. Doch weit oberhalb über Magans Kopf sah er sehr lange Zweige das riesigen Blätterdaches und schon längst eingetrocknete Blätter die lose herabhingen. Das Blätterdach dieser Bäume war beeindruckend, es war dicht und ließ kein Sonnenlicht mehr durch. Selbst als Magan seinen magischen Blick (eine Technik mit dem er bestimme magische und magnetische Wellen sehen, hören und riechen kann) einsetzte sah er kaum mehr als sonst. Doch er bemerkte damit was seltsames, zu aller erst glaubte er kurt zwei grüne Augen aufleuchten zu sehen und er sah laufendes Holz, das sich schnell von der Lichtung entfernte. Erstaunt, weil er glaubte seine Sinne spielten ihn einen Streich schüttelte er seinen Kopf und schaute noch mal genau hin, doch er konnte nichts mehr erkennen.
Aus reiner Neugier schaute er sich auf der Lichtung um, irgendetwas machte ihn stutzig, die Wellen die einige Hügel aussandten, oder reflektierten, passte so gar nicht zu den Bäumen und zu der Erde. Es war ein Sein, soviel konnte Magan schon sagen. Er schaute zu den anderen und merkte das sie ihn komisch anschauten, erst jetzt wurde ihn wieder bewusst das er immer noch den magischen Blick benutze und er löste schnell den Zauber und seine Augen wechselten vom leuchtenden Blau auf ihre ursprüngliche rote Farbe. „Mit dieser Lichtung stimmt war nicht“, sagte Magan zu den anderen. Er ging auf einen dieser Hügel zu und wollte sich probeweiße draufstellen. Als er schon halb auf dem Hügel geklettert war, hörte er plötzlich ein knacken und musste schnell mit seinen Flügel flattern um nicht abzustützen. Ein teil das Hügel hatte nachgegeben und offenbarte einen weißen Sein, an einigen Stellen glitzerte er noch leicht, doch das größte Teil war von harten widerspenstigen Wurzeln durchzogen, die den Stein spröde gemacht hatten und in schneller verwittern ließen. „Ist das nicht Marmor?“, fragte Magan überrascht. Er kannte den Stein von menschlichen Sidlungen und wusste das sie gerne damit ihre reichen Häuser dekorierten. Langsam dämmerte es Magen, die Anordnung der Hügel und das ganze Gestein das hier nicht hingehörte, langsam begann Magan zu glauben, dass das hier wohl Ruinen einer alten Stadt gewesen waren. Auf jeden fall waren die Lebewesen die hier wohl gelebt hatten, schon lange weg, weil der Grad der Verwitterung schon lange eingesetzt hatte und die ganze Lichtung sehr verwachsen war. „Was glaubt ihr was hier geschehen ist und wer hier wohl mal gelebt hat?“, fragte Magan wieder er musste noch mal an die grünen Augen denken und fragte sich noch mal ob er sich das ganze nicht bloß eingebildet hatte. Doch auch Ragnaroek die ja nicht weit von ihm gestanden hatte, hatte was bemerkt auch wenn sie sich genau so fragte ob es nicht bloß Einbildung war. „Was machen wir nun?“, fragte sie...
[auf Morlen]
Der Drachentöter erwachte und richte sich sofort auf. Mit einem Lauten schrei ließ er all seine Wut raus, als die Erinnerung wiederkam. „Diese verdammten Traumdrachen“, knurrte er wütend. Er wollte sich nur den silbergrauen Drachen schnappen und ihn zur strecke bringen, doch diese Traumdrachen hatten sich eingemischt und ihn in Tiefschlaf versetzt. Doch nun waren sie verschwunden und er konnte nach dem silbergrauen Drachen suchen. Doch auch wenn er nun verschwunden war, war er vor ihm nicht sicher. Der Drachentöter würde seine Beute schon noch bekommen. Seine Augen schienen rot zu leuchten als er vom Erdboden aufstand. Er holte einen Stab aus einer seiner vielen Taschen und hielt in vor sich. Mit diesem Stab ging er langsam vorwärts, zuerst geschah nichts doch auf einmal, als er Stab die Gegend erreichte wo der Tunnel gewesen war, verschwand dieser Plötzlich zu einem Teil, so als ob er irgendwo eingedrungen war. So als würde er in Wasser eintauchen, schienen kleine Wellen durch die Luft zu gehen. Der Drachentöter lächelte und murmelte ein paar Worte. Kurze zeit später entstand ein Schwarzes Portal vor ihm. Dunkle Rauchschwaden kamen aus diesem und eine noch bissigere Kälte als vom Dazwischen drang aus diesem Portal. Da wo das Portal die normale Atmosphäre berührte, schien es als ob die Luft brennen würde. Mit einem teuflischen grinsen betrat er das Portal und folge dem Drachen. Ein paar weiße Augen leuchteten aus dem schatten der hohen Bäume auf.“ Ich glaube du musst ihnen folgen meine Tochter, Magan ist wohl immer noch in Gefahr und auch die mit denen er nun zusammenreist“, sagte Luna. Tarar nickte verstehend und machte sich auf dem Weg.
Wieder Brüllte der Drachentöter wütend auf, er war auf einem komischen Planten gelandet und er roch Drachen, viele seltsame Drachen und andere Wesen und er roch seine Beute. Doch diese war wieder verschwunden und ein seltsames Wesen und ein anderer Drache, ne eine Drachin, korrigierte er sich, waren mit ihm gegangen. Nun war es für ihn schwerer den Tunnel zu finden, den hier waren zwei Portale offen gewesen. Der Drachentöter sog tief den Duft seiner Beute und der Drachin ein. Nun hatte er eine neue Beute die es zu erlegen galt. Er würde nicht aufgeben und schon das richtige Portal finden, er hatte genug Wissen und Magie um das zu schaffen. Die Jagd machte ihm großen Spaß.
Tarar war mittlerweile in der Wüste aufgetaucht. Für sie war es kein Problem gewesen Magans spur zu finden immerhin hatten sie ihn ja extra hier hin geschickt damit er eine Aufgabe übernahm. Nun war die frage ob sie sich nun auch der Gruppe anschließen sollte. Tarar landete nicht damit ihr Geruch sie verriet. Ihr war klar das der Drachentöter auch diesen Planeten bald finden würde, doch nun musste sie selbst erstmal diese Drachen finden und sie hoffte das sie rechtzeitig kam. Mit einem letzten Blick über die Wüste betrat sie das Dazwischen um nach Magan zu suchen.



Grüßle Leu






